04.04.2016
Petrus’ Mutter und die Auferstehung

Es ist immer noch Osterzeit.
Sie sagen, dass Jesus auferstanden ist.

Was meinen sie denn damit?, fragt sich die Mutter von Petrus. Auferstehen? Auf-stehen, das tue ich auch, jeden Morgen wieder. Fällt mir nicht mehr so leicht in meinem Alter.
Aber auf-er-stehen – ein Toter?
Ich denke manchmal an den Tod. Mein eigener wird nicht mehr so lange auf sich warten lassen. Angst habe ich eigentlich nicht davor. Aber ich will es auch gar nicht so genau wissen.

Petrus, mein Sohn, hat mir manchmal davon erzählt. Von seinen Ängsten. Dass er sich fürchtete zu versagen in unserer Welt. Weil er immer schon ein Träumer war. Dass er sich als Nichtsnutz fühlte, weil er immer zu denen gehörte, die weniger Fische fingen als die anderen.
Und dann ist er diesem Jesus begegnet. Das hat etwas verändert in seinem Leben. Er ist freier geworden. Fröhlicher. Ist mit einem Mal aufrecht gegangen.
Ich habe ihn nicht mehr so oft gesehen. Ich denke, er hatte jetzt seinen Weg gefunden.
Er wollte mit Jesus nach Jerusalem, um Passah mit ihm zu feiern.
Mir war der Weg zu weit, ich schaffe das nicht mehr.

Später kamen die Nachbarn mit Gerüchten. Ich weiß nicht, was davon wahr ist. Aber sie sagten, dass man Jesus verurteilt und hingerichtet hätte. Warum bloß? Was hatten sie gegen einen, der was gegen die Angst hat?

Und jetzt erzählt man sich, Jesus sei auferstanden. Er sei gar nicht bei den Toten geblieben.
Da ist mit dem Tod doch nicht alles zu Ende?, hofft und fragt sich die Mutter von Petrus.

Eine Gute Nacht wünscht Ihnen
Pfarrerin Elisabeth Wedding aus Jena


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