05.05.2020
Ringen um Veränderung

„Wir haben uns nicht vorstellen können, dass sich diese Maschine anhalten lässt.“ Sagt Hartmut Rosa, Sozialwissenschaftler an der Uni Jena. Immer-mehr-Wachstum, Lieferketten kreuz und quer über unsere Erde, volle Terminkalender, die ganze Art, wie wir wirtschaften und leben.
Jetzt steht die Maschine fast still. Es ist eine bedrückende Stille. Weil noch keiner so richtig weiß, wie kommen wir da wieder raus? Die Rufe werden lauter: Schnell wieder zurück zu dem, wie es vorher war.
Auch Jakob hatte sich das gewünscht. Hatte Angst vor der Veränderung.
Damals, in der Nacht, ist er draußen. Läuft unruhig umher, weil er nicht weiß, was nun wird. Im Kopf Gedanken wie ein Karussell. Immer lauter, immer schneller.
Da wirft ihn einer um. Ein Ringen beginnt. Keiner von beiden will aufgeben. Bis die Morgenröte aufsteigt.
Da sagt Jakob: Ich lasse dich nicht los. Erst will ich deinen Segen.
Er bekommt ihn. Weil er Gott nicht loslassen kann. Er amtet erschöpft und doch gesegnet durch. Rafft sich auf und geht weiter. Mit der Zuversicht im Herzen, Gottes Segen trägt.
Wie kommen wir da wieder raus? Weiter wie bisher, das geht nicht. Wir werden ringen müssen um neue Wege.
Ich lasse dich Gott nicht los. Ich brauche deinen Segen für das, was kommt.

Bittet in dieser Nacht Pfarrerin Dorothee Land, evangelisch und aus Erfurt.


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