10.07.2019
Scheidungshaus

„Wir hatten Glück, wir wohnen in einem Scheidungshaus!“, sagt die junge Frau strahlend. Sie erzählt mir und den anderen in der Runde von ihrem neuen Heim, in dem sie mit Mann und Kind im Neubaugebiet des Nachbardorfes lebt. Sie haben ein Haus günstig gekauft. Die vorherigen Besitzer hatten es verkaufen müssen, weil sie sich getrennt haben.

Ein Scheidungshaus? Ich stutzte, als ich diesen Begriff hörte. Ja, es ist wohl so.„Was dem einen sin Uhl, ist dem anderen sin Nachtigall.“ Die junge Familie ist jedenfalls froh über ihr Zuhause und lebt gern dort.

Ich denke nach: Was macht mein Haus zur Heimat, in der ich glücklich bin? Sicherlich nicht nur, dass ich es günstig erwerben konnte.

Es war einmal ein Mann namens Zachäus. Der hatte lange, begünstigt durch seinen Beruf, Leute übers Ohr gehauen. Die anderen meiden ihn deshalb. Aber Jesus besucht gerade ihn. Das berührt ihn. Das öffnet sein Herz. Nun will Zachäus sein Leben ändern. Er teilt seinen Besitz. Er öffnet sein Haus für Gäste. Heil zieht ein in das Haus, in dem bisher einer gelebt hat, der nur an sich gedacht hat.

Diese Qualität wünsche ich der jungen Frau. Dass etwas Heilsames in dieses Haus einzieht. Dass es von innen warm ist.

Ich wünsche ihnen, dass sie sich glücklich und heil fühlen, dort, wo sie leben. Eine behütete Nacht wünscht ihnen Pastorin Katarina Schubert von der evangelischen Kirche in Kamsdorf.


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