12.07.2019
Sommerfrische

„Sommerfrische“ steht ganz oben auf dem Schild, das an der Straße auf die kleine Pension hinweist. Sie liegt im Tal, neben der ehemaligen Mühle, in der Nähe des Sees. Die Gastgeber laden ein, wollen bewirten und bieten auch Übernachtung an im großen Gelände.

Das Wort Sommerfrische steht auf der Liste der langsam aussterbenden Wörter unserer Sprache. In meinen Ohren klingt diese Bezeichnung tatsächlich etwas altmodisch. Ich denke an die reichen Städter, die im 19. Jahrhundert in den Sommermonaten aufs Land gefahren sind, um dort ihre Sommervillen zu nutzen.

Mittlerweile verwenden etliche Gastgeber dieses Wort wieder gern. Es lässt an frische, kühle Sommertage denken, an denen man sich erholen kann. Nicht diese drückende Hitze in der Stadt, die auch nachts nicht weicht. Wer sehnt sich nicht nach Sommerfrische!

Frische Sommertage nach großer Hitze begrüße ich wie ein Geschenk, wie eine Gnade, die mir zufällt. Ich denke an die Worte des schönen Sommerliedes von Paul Gerhardt. Dort bittet der Dichter: „Gib, dass der Sommer deiner Gnad in meiner Seele früh und spat viel Glaubensfrüchte ziehe.“

Ja, das erbitte ich mir von Gott in dieser Nacht. Dass ich morgen mit frischer Kraft aufwache und den Sommer genießen kann. Das wünscht ihnen Pastorin Katarina Schubert von der evangelischen Kirche in Kamsdorf


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