13.08.2020
Südafrika

Eigentlich wollte ich jetzt im Urlaub sein. Genauer gesagt in Pretoria, in Südafrika. Nun hat aber auch dieses Land mit den Folgen des Coronavirus zu kämpfen. Ich bleibe also hier.

Vor einigen Jahren war ich schon einmal in Südafrikas Hauptstadt. Multikulti pur.                                        
Dort leben miteinander Menschen verschiedenster ethnischer Herkunft. Und alle sprechen anders.                         

Als die Stadt vor einigen Jahren einen neuen Namen bekommen sollte, gab es viele Wünsche. Sehr verschiedene. Einen fanden fast alle gut: Tshwane. Das bedeutet: „Wir sind gleich“!

Das war ein kräftiger Schritt aus der dunklen Geschichte Südafrikas heraus. Eine Absage an weiße Überheblichkeit, zumal Pretoria als Hochburg schlimmer Willkür galt. Viele Schwarze wurden nach Belieben verurteilt. 

Tshwane – Wir sind gleich! Was für ein Zeichen gegen Rassismus. 

Mich erinnert das an Neuanfänge von Menschen aus der Bibel. Diese erhalten von Gott nach teils dramatischen Erlebnissen einen neuen Namen: Aus Jakob wird „Gott beschützt“, und aus Simon wird „der Fels“. Und aus Pretoria? „Wir sind gleich“.  

Zur Namensänderung kam aber auch noch etwas anderes hinzu: Mut, sein Leben zu überdenken. Und Courage, auch einmal zu sagen, wo es im Miteinander von uns Menschen ungerecht zugeht.  Denn: Wir Menschen sind gleich! 

Eine gute Nacht wünscht Pfarrer Christoph Knoll aus Erfurt und evangelisch.


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