28.01.2020
Tannennadel

Das Weihnachtsfest liegt einen guten Monat zurück und den Weihnachtsbaum habe ich auch schon längst entsorgt. Fenster auf, Baum raus, und weg war er. Wenig später wurde er von der Stadtwirtschaft eingesammelt.

„War’s das mal wieder mit Weihnachten?“  hab‘ ich mich beim Auffegen der letzten Tannennadeln gefragt. Dabei fiel mein Blick immer wieder dorthin, wo der Baum stand. Da ist jetzt Platz.

Mh, und was mache ich damit?  Was anderes hinstellen? Vielleicht eine neue Pflanze!?  Oder eine Stehlampe!? Oder ganz anders… ich lasse den Platz einfach mal frei!  So zu sagen als Erinnerung an Weihnachten!

Das wäre ja auch eine Variante. Denn auch nach Weihnachten darf Platz in meinem Leben sein für die Möglichkeit, dass das Göttliche mich zu Hause bei mir besucht. Als Aha-Erlebnis! Als Kraft! Oder als Lebensmut!

Dafür brauche ich Platz. Platz im Leben. Genauso wie damals, als meine Kinder geboren wurden. Selbst für Maria und Joseph war die Geburt ihres Kindes der Anfang eines Lebens mit Gott in ihrer Mitte.

Und für mich? Leben mit Gott in meiner Lebensmitte? In meiner Lebenswelt? Das ganze Jahr über? Ein schönes Geschenk. Dafür will ich den Platz in diesem Jahr besonders freihalten. Und wenn ich ab und an mal eine kleine, grüne Tannennadel finde, erinnere ich mich: Gott ist mitten in der Welt. Lass einen Platz für ihn frei. Dann wird das Leben leichter.

Eine gute Nacht wünscht Pfarrer Christoph Knoll, evangelisch und aus Erfurt


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