23.12.2019
Vorfreude, schönste Freude

Schon früh am Morgen macht sich Thomas auf den Weg.

Alle Jahre wieder am Tag vor Heiligabend.

Vor dem Fest kommt das Fest.

 

Thomas geht zum Weihnachtssingen beim Fußballklub Union Berlin.

Mit ihm kommt die ganze Union-Familie.

30 000 Männer, Frauen und vor allem Kinder.

Am Morgen schon hat sich Thomas alles bereitgelegt.

Das Ticket, die warme Bommelmütze, dazu den rot-weiße Umhängebeutel für den Glühweinbecher.

Den hat ihm seine Frau letztes Jahr zu Weihnachten gestrickt.

 

Jetzt steht Thomas im Stadion.

Einmal im Jahr zeigt er seiner Frau und den Kindern sein zweites „Wohnzimmer“,

wie er liebevoll sagt: Das Stadion an der Alten Försterei.

„Ihr Kinderlein, kommet.“

Nach dem Lied betritt der Pfarrer die Bühne.

Auch er trägt heute einen rot-weißen Schal.

Und er liest das Weihnachtsevangelium.

Hier vor tausenden Menschen mit Kerzen in der Hand.

Maria und Josef und das Kind in der Krippe im Fußballstadion.

 

Neben ihm steht sein Kumpel Manni.

Seit 1983 gehen sie Woche für Woche zu Union.

Richtige Schlachtenbummler.

Jetzt hören sie die Worte der Engel:

Fürchte dich nicht.

Siehe, ich verkündige Euch große Freude,

die allem Volk widerfahren soll.

 

Und dann singen sie Stille Nacht, Heilige Nacht.

Manni, ein Mann wie ein Kleiderschrank,

trägt auch heute mit Stolz seinen Bauhelm.

Das Stadion hat er mit eigenen Händen mit aufgebaut.

Mit der Kirche hat Manni es sonst nicht so.

Aber auch er ist jetzt still und sagt:

Dit is jut! Fröhliche Weihnachten!

 

Eine jute Nacht und viel Vorfreude wünscht Ihnen Pfarrer Ramón Seliger, evangelisch und aus Weimar.

 


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