13.03.2020
„Wegen der Vase mach‘ dir keine Sorgen!“

Im Film „Matrix“ haben Maschinen die Macht übernommen. Die wenigsten Menschen führen noch ein selbstbestimmtes Leben, alles, was sie tun, wird von außen gesteuert. Die Hauptfigur Neo aber spürt, dass etwas nicht stimmt. Er will sich Rat holen bei einer Frau, die wie ein Orakel alles zu wissen scheint. Nach der Begrüßung sagt sie zu Neo: „Ich würde dich ja bitten, dich zu setzen, aber das willst du sowieso nicht. Und wegen der Vase mach‘ dir keine Sorgen!“ Er fragt: „Welche Vase?“, dreht sich suchend um und stößt dabei wirklich eine Vase herunter. „Woher hast du das gewusst?“, fragt er die Frau. „Ach, was dich nachher viel mehr umtreiben wird, ist die Frage: Hättest du sie auch zerbrochen, wenn ich nichts gesagt hätte?“, antwortet sie.

Genau das will Neo wissen: Wieviel von dem, was wir erleben, führen wir selbst herbei, weil wir uns entsprechend unserer Erwartung verhalten?

Gute Frage für einen Freitag, den 13.. Da ist es nämlich ähnlich: Wenn ich sicher bin, dass das ein Unglückstag ist, kann es sein, dass ich den ganzen Tag fahrig bin, weil ich unbewusst auf ein Missgeschick warte und am Ende passiert mir wirklich eins.

Natürlich sind wir beeinflusst – von äußeren Umständen und von unseren unbewussten Ansichten. Aber es gibt immer auch Handlungsspielraum, in dem wir selbst entscheiden, was wir machen oder glauben und was nicht. Für heute Nacht wünsche ich Ihnen beste Träume und morgen einen selbstbestimmten Tag. Milina Reichardt-Hahn, evangelisch und Pfarrerin in Fambach.


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