11.06.2019
Wer weiß, woher...

Manchmal weht ein anderer Wind zur Tür herein. Keiner weiß, woher er kommt. Aber er wirbelt irgendwie durch den Raum, durch Herz und Seele. Manchmal weiß ich hinterher: Der kam von Gott.

Neulich zum Beispiel bei einem Vortrags- und Diskussionsabend im Kloster. Mit einem geistvollen Referenten: Jung, klug, freundliches Gesicht. Und voller Optimismus. In seinem Vortrag zitierte er immer wieder den Mann aus Nazareth.

Mit leuchtenden Augen erzählte er von seinem Leben in einem Dorf, zusammen mit anderen jungen Leuten und mit hohen Idealen. Sie gehen achtsam um mit dem Leben und mit dieser Erde. Teilen, was da ist, und kommen bewusst mit wenig Geld aus. Tragen Kleidung, die andere nicht mehr brauchen. Essen, was sie im Garten selbst anbauen. Oder was der Supermarkt wegwirft, obwohl es noch gut ist.

Manche sind geschickte Maurer. Andere haben einen grünen Daumen. Viele von ihnen sind Mitglied im Volleyball-Club. Einige lesen viel und schreiben selbst Bücher. Sie haben gute Kontakte im Dorf und zu Universitäten und Wissenschaftlern in vielen Städten.

Und ihre Art hat etwas Ansteckendes.

Auch das vegane Mitbring-Büfett trägt dazu bei, alt Gewohntes zu hinterfragen…

Manchmal weht ein anderer Wind zur Tür herein. Keiner weiß, woher er kommt. Aber er wirbelt irgendwie durch den Raum, durch Herz und Seele. Und macht sogar mich bereit zum Renovieren liebgewordener Gewohnheiten.

 

Eine gute Nacht und morgen ein frisches Lüftchen

wünscht Angela Fuhrmann, Ev. Pfarrerin in Gotha


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