Wie die Zeit vergeht

Es ist der 26.Januar. Nur noch ein paar Tage, dann ist der erste Monat des Jahres schon fast wieder vorbei. Dabei war doch gerade Neujahr, mit dem Zauber des Anfangs, und den Lichtern von Weihnachten. „Kinder, wie die Zeit vergeht.“, haben früher die Alten gesagt.

Das gehört wohl zum Älterwerden dazu. Dieses intensivere Gespür für die Zeit, für ihren Wert. Was für ein Schatz das ist, Zeit zu haben. Lebenszeit. Aber eben auch die Fragen: Wie viel Lebenszeit bleibt mir noch? Was kann ich noch alles schaffen? Kann ich die Welt noch ein wenig zum Besseren verändern? Wird meine Kraft reichen? Werde ich gesund bleiben? Was werde ich alles noch erleben? Irgendwann mal Enkelkinder und die Reise nach Israel und endlich mal wieder Skifahren? Ich habe ja noch viele Wünsche, Träume und Pläne. Was wird in Erfüllung gehen?

Diese Fragen sind schwer. So zu fragen, kann ängstlich machen, sorgenvoll.

Aber diese Fragen sind auch tief. Ich glaube: Meine Zeit steht in Gottes Händen. Ihm kann ich die Fragen sagen. Ich glaube, dass er sie hört und versteht.

Es ist der 26. Januar, dieser Tag geht zu Ende. Ein neuer Tag wird werden und ich bitte Gott, dass er mir Kraft schenkt und Freude auf das, was kommt.

Und um den Zauber des Anfangs.

Eine gute Nacht wünscht Pfarrerin Dorothee Land, evangelisch und aus Erfurt.