16.11.2020
"Wie wollen wir leben?"

„Wie wollen wir leben?“, fragt seit gestern die ARD-Themenwoche. Ich habe schon mal ein bisschen in der Mediathek gestöbert. Klar, es geht um die großen Themen, Klimawandel, darum, wie viel Ressourcen wir verbrauchen, Energie, Öl, Wasser, um Globalisierung, Massentierproduktion, die Wirtschaft.

Ich weiß genau, was die anderen so falsch machen, die Politiker, die Börsenhaie, die Bosse großer Konzerne.

Kleinlauter werde ich, wenn’s um die Fragen an mich geht: Würdest du deine Wohnung einem Obdachlosen überlassen? Nein, kann ich mir nicht vorstellen. Ohne Strom leben? Auf gar keinen Fall. Nie wieder in ein Flugzeug steigen? Hut ab, wer so konsequent ist.

Mir ist das einfach eine Nummer zu groß. Ich bin doch nicht Jesus. Geht’s nicht ein bisschen kleiner. Ich brauche Antworten, die mich nicht gleich überfordern.

Vielleicht so: Ich bin dankbar für das, was ich habe. Ich lasse das Auto stehen und fahre zum Supermarkt mit dem Fahrrad. Ich trag den Wintermantel noch ein Jahr länger. Ich kaufe nur das, was ich wirklich verbrauchen kann. Ich mach das Fenster auf und lasse den Ärger über den Hausverwalter einfach fliegen.

Das sind alles keine Glanzleistungen, das rettet nicht die ganze Welt, aber es ist ein Anfang, ein Lichtblick. Viele gute Dinge fangen klein an. Das glaube ich ganz sicher.

Sagt in dieser Nacht Pfarrerin Dorothee Land, evangelisch und aus Erfurt.


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