14.08.2020
Worte

Ich lese gerade ein Kinderbuch: „Die große Wörterfabrik“. Darin wird von einem Land erzählt, in dem die Menschen fast gar nicht reden. In einer Wortfabrik werden Worte hergestellt. Jedes Wort muss man kaufen und schlucken, um es aussprechen zu können! Da gibt es teure und billige.

„Nachtstille“ ist preiswert. Benutzt kaum jemand. „Liebe“ dagegen ist teuer, unverschämt teuer. Das können sich nur Vermögende leisten.

Ich stelle mir für einen Moment mal vor, das wäre wirklich so: Tröstende Worte für ein weinendes Kind oder Lobesworte der Eltern wären nur für die möglich, die Geld haben. Oder ermutigende Worte für mutlose und ängstliche Menschen nur gegen viel Bares. Eine schreckliche Vorstellung.

Zum Glück muss ich Worte nicht kaufen, aber kostbar und wertvoll sind sie allemal! Ich brauche Worte, um nicht einsam zu werden und um Kontakt zu anderen aufzunehmen. Und ich kann ausdrücken, was ich denke und auf dem Herzen habe. Das geht mit dem Mund, digital oder auch per Brief.

In dem Kinderbuch erklärt der Junge Paul seiner Freundin Marie seine Liebe – mit einigen anderen Worten. Eben mit denen, die er hat und sich leisten kann. Die Geliebte versteht sie gut.

Es mögen nur Worte sein, die wir Kirchenleute haben, aber ich hoffe, Sie verstehen gut, wenn ich Folgendes zu Ihnen sage:

Gott soll mit dir sein. Gott soll mit seiner vollen Aufmerksamkeit und Liebe in deiner Nähe sein. Gott soll dich nicht aus den Augen verlieren und dir Frieden schenken.

Das und eine gute Nacht wünscht Ihnen Pfarrer Christoph Knoll aus Erfurt und evangelisch


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