Abendmahl

Luther wandte sich gegen den Opfercharakter des Abendmahls in der katholischen Kirche: das Opfer Jesu Christi sei ein für allemal auf Golgatha erbracht und bedürfe keiner Wiederholung. Auch wandte sich Luther gegen die Vorstellung einer Wandlung der Elemente: zwar seien Brot und Wein ihrem Wesen nach Leib und Blut Christi, jedoch blieben sie beide in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten. Leib und Blut Christi werden gewissermaßen in, mit und unter den Elementen Brot und Wein mitgeliefert. Diese von der katholischen Lehre stark abweichende Auffassung war einer der Faktoren für die Trennung von reformatorischer und katholischer Kirche. Auch innerhalb der reformatorischen Konfessionen kam es über die Lehre vom Abendmahl zu großen Streitigkeiten, die erst 1973 mit der Leuenberger Konkordie letztlich aus dem Weg geräumt werden konnten.


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