Stadtkirche St. Annen Gößnitz

Die Stadtkirche St. Annen ist eine evangelische spätgotische Hallenkirche in Gößnitz im Landkreis Altenburger Land. Ziemlich einmalig in der Region ist ihr Grundriss in veränderter Form eines griechischen Kreuzes.



Adressdaten


Daten & Fakten


  • Baujahr: 1491-1494
  • Baustile: Gotik
  • Besonderheiten: Wir befinden uns am Lutherweg zwischen Altenburg und Zwickau. Der Anschluss an die S-Bahn ist möglich.
    Schuster-Orgel, vormals Poppeorgel von 1832 bis 1835; teilweise neogotisches Inneres
  • Öffnungszeiten Sommer:
    auf Anfrage.
  • Öffnungszeiten Winter:
    auf Anfrage

Profil


Gottesdienst - Bei uns findet regelmäßig Gottesdienst statt. Führungen - Wir bieten auf Nachfrage Führungen an. Veranstaltungen - Wir führen besondere Veranstaltungen durch (z.B. Konzerte oder Ausstellungen). Pilgerweg - Wir sind eine Station auf einem Pilgerweg. Rad- oder Wanderweg - Wir liegen an einem Rad-/wanderweg. Trinkwasser - Bei uns gibt es Trinkwasser in der Nähe.

Beschreibung


Insgesamt besitzt die Kirche eine Länge von 25,4 m, davon 12,5 m der Chor, 9 m das Langhaus und 3,9 m der quadratische Turm. Der Chor besitzt eine Breite von 7,9 m und das Langhaus von 7,8 m.

Vor dem Bau der heutigen Kirche bestand in Gößnitz eine Holzkirche, die nach deren Vollendung abgerissen wurde. Die Grundsteinlegung der St.-Annen-Kirche erfolgte am 3. Mai 1491, die Einweihung am 27. Dezember 1494. Sie wurde in Form eines griechischen Kreuzes im Stil der Spätgotik aus Sandstein über der Holzkirche errichtet. Teile des steinernen Turmes sind noch von dieser. Der Turm wurde 1614 um ca. 20 m auf eine Höhe von 32 m durch den Altenburger Baumeister und Steinmetz Wolf Rieth aufgestockt. Ein erstes nicht mehr erhaltenes Schnitzwerk entstand 1621.

Im Jahr 1741 erhielt der Turm seinen achteckigen Aufbau mit Zwiebelkuppel und Laterne im Stil des Barock.

Von 1899 bis 1900 wurde die Kirche umgebaut, so wurde eine erste Heizung eingebaut. Zudem wurden die Emporen neu gebaut und die Kirche neogotisch ausgemalt.

Im Jahre 1917 wurden die Glocken zu Kriegszwecken eingeschmolzen. Drei neue Glocken erhielt die Kirche 1925, wobei zwei davon 1940 wieder eingeschmolzen wurden. Die heutigen Glocken stammen aus den Jahren 1925 und 1953.

Elektrisches Licht und eine neue Turmuhr erhielt die Kirche 1927. Im Jahre 1964 fand eine Innenrenovierung statt, im Zuge derer die Ausmalung entfernt wurde. In den 2000er Jahren wurde der Kircheninnenraum beige gestrichen.

Am 5. November 1989 war die Kirche im Rahmen einer Demonstration von DDR-Regimekritikern überfüllt.

Eine erste Orgel erhielt die Kirche im Jahr 1660. Zwischen 1832 und 1835 wurde eine neue Orgel von den Gebrüdern Christian Friedrich II. und Johann August Poppe aus Stadtroda gebaut. Im Zuge des Kirchenumbaues von 1899 bis 1900 wurde auch die Orgel vom Orgelbauer Hegermann umgearbeitet und von der Ost- auf die Westempore versetzt. Genau wie die Glocken wurden auch die Orgelpfeifen 1917 zu Kriegszwecken eingeschmolzen. Im Jahre 1978 wurde die Orgel von der Zittauer Orgelbaufirma Schuster repariert und umgearbeitet.

Die Kirche besitzt eine schlichte beige Ausmalung. Der geschnitzte Altar und die geschnitzte Kanzel wurden im neogotischen Stil ausgeführt. Ebenso die Emporen, deren tragende Säulen sind mit floralen Kapitellen verziert sind. Das Orgelprospekt stammt aus der Zeit um 1835 und ist klassizistisch. An der Nordseite des Querhauses befindet sich ein gotisches Sterngewölbe, an dessen Südseite ein Netzgewölbe. Der Altarraum ist vom restlichen Langhaus durch einen Bogen getrennt, der mit floralen Motiven ausgemalt ist. Die Bleiglasfenster mit biblischen Motiven im Altarraum sind mit gotischem Maßwerk verziert. Der marmorne Taufstein stammt aus dem Jahr 1835

Unter dem Kirchenschiff befinden sich Grabkammern, die 1957 wiederentdeckt wurden. Die auf der Nordseite der Kirche misst eine Breite von 1,05 m, eine Länge von 2,05 m und eine Höhe von 1,15 m. In ihr wurden menschliche Skelettteile gefunden, die vermutlich zu der Familie des Rittergutsbesitzers Hanß Schaurot aus Hainichen gehören. Eine weitere Gruft auf der Südseite der Kirche beherbergt das Grab des Adjunktanten Z. M. Christian Grübler (25. Juli 1693 – 26. August 1760). Unter dem Altar soll sich ein weiteres Grab befinden, welches dem 1693 verstorbenen Magister Tobias Mahn gehört haben soll.
(Quelle Wikipedia)

Mehr Fotos