Michaeliskirche

Neoromanischer Kirchenbau, bestehend aus Chorturm und Langhaus, 1859 geweiht. Chorfenster "Michaels Kampf" von Medardus Höbelt (1989). Einzige Kirche direkt am Rennsteig, liegt gleichzeitig am Via-Porta-Pilgerweg (Verbindung Kloster Volkenroda und Abtei Waldsassen).



Adressdaten


Daten & Fakten


  • Baujahr: 1859
  • Baustile: neoromanisch
  • Besonderheiten: Fünf Chorfenster "Michaels Kampf" von Medardus Höbelt (1989) bilden ein Gesamtkunstwerk, welches den Erzengel Michael im Kampf mit 7 Schlangen (den 7 Todsünden) abbildet
    .
  • Öffnungszeiten Sommer: 9.00 Uhr - 18.00 Uhr
  • Öffnungszeiten Winter: Von November bis März bleibt die Kirche geschlossen. Öffnung jedoch auf Anfrage möglich

Profil


Radwegekirche mit Signet - Wir führen das Signet "Radwegekirche". Gottesdienst - Bei uns findet regelmäßig Gottesdienst statt. Bibel zur Lektüre - Bei uns liegt eine Bibel zur Lektüre aus. Führungen - Wir bieten auf Nachfrage Führungen an. Pilgerweg - Wir sind eine Station auf einem Pilgerweg. Rad- oder Wanderweg - Wir liegen an einem Rad-/wanderweg. Trinkwasser - Bei uns gibt es Trinkwasser in der Nähe. Toilette - Im Umkreis von 100m finden Sie eine öffentliche Toilette.

Beschreibung


Die Kirche wurde von 1737 bis 1739 erbaut. Ihre Weihe erfolgte am 13.09.1739. Die Baukosten betrugen 507 Gulden, das entspräche heute ca. 66.600 Euro. 1810 erfolgte der Aufbau des kleinen Glockenturmes (Dachreiter). Am 13.04.1856 fand der letzte Gottesdienst in der Kirche statt. Danach folgte der Abriss wegen Kirchenneubaues der heutigen Michaeliskirche.

Hauptsehenswürdigkeit sind die Chorfenster "Michaels Kampf", vom Altenburger Künstler Medardus Höbelt 1989 im Rahmen der Aktion "Ein Engel für Neustadt" gestaltet, bei der die Einwohner Neustadts über 32.000 DDR-Mark für die Chorfenster spendeten. Als Geschenk an die Gemeinde verzichtete Höbelt auf einen Teil seines Honorars.

In fünf Fensterbildern wird der Erzengel Michael (d.h. die guten Mächte Gottes) im Kampf mit sieben Schlangen (d.h. das Böse unserer Welt) dargestellt. Sie stehen für die Todsünden des Menschen: Arroganz und Selbstüberschätzung, Geiz und Habsucht, Neid, Genusssucht, Untreue, Zorn und Hass, Trägheit und Faulheit. Am Ende wird Gott über das Böse triumphieren. Solange stehen wir mit im Kampf zwischen Gut und Böse in dieser Welt.

Eine Renaissance-Darstellung der Kreuzigung auf der Altartafel sowie eine in der Tradition der Bamberger Krippenbauschule gestaltete Heimatkrippe sind ebenso zu sehen wie ein alter Turmknopf und eine Glocke der Gedächtniskirche.

An der Straße nach Großbreitenbach stand bis 2016 die 1887 geweihte "Schwarzburger" Kirche, die Gedächtniskirche. Der Ende des Zweiten Weltkrieges durch Artilleriebeschuss beschädigte Turm wurde Anfang des 21. Jahrhunderts abgetragen, Ende 2016 auch die gesamte Kirche.

(Text: Werner Veitt.)

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