Kirche Kolpien

Adressdaten


  • 15936 Kolpien
    Kolpien

Beschreibung


Verschont von Zerstörung und Kriegsauswirkungen finden wir hier einen rechteckigen flachgedeckten Feldsteinbau aus der 2. Hälfte des 13. Jh’s. Bauliche Veränderungen sind an den Fenstern zu finden. Das mittlere Fenster der Ostseite ist noch ein ursprüngliches Lanzettfenster. Um 1870/80 wurde der Westturm aus Backsteinen errichtet. Er wird als romanisierend bezeichnet - mit ho- hem oktogonalem Aufsatz und Spitzhelm. Der Innenraum beherbergt Zeitzeugen aus verschiedenen Jahrhunderten. Zunächst fällt der Altaraufsatz in Ädikualform aus dem Anfang des 18. Jh’s. auf. In dessen Mitte sind übereinander Gemälde vom Abendmahl, der Kreuzigung und der Himmelfahrt zu sehen, in den Akantuswangen entdeckt man Ovalgemälde der Bundeslade und des Salvadors. Neben dem Aufsatz befinden sich Putten mit eucharistischen Symbolen. Die Bekrönung des Altars ist ein kleines Kruzifixus, wohl aus dem späten 14. Jh. stammend. Doch bevor man zum Altar vortreten kann, gelangt man zu einem Taufstein aus Sandstein, den Dorothea Löser, Gutsherrin auf Lebusa und Patronatsherrin, setzen ließ. Er ist ihrem Sohn Wolf Magnus gewidmet. Der viereckige Dockenfuß ist mit Beschlagwerk und Engels- köpfen verziert. Der obere Teil ist eine 8 seitige Kuppa. Die acht Korpusflächen sind mit Wappen der Familie und Texten gestaltet. Oben ist ein Schriftzug im Umlauf zu finden. Der Taufstein stammt aus der ersten Hälfte des 17. Jh’s. Im Taufstein befindet sich eine grünglasierte Taufschale aus dem Jahr 1678. Diese Schale wird von einer hohen Holzkrone behütet. Die Kanzel an der Südseite gehört in das späte 17. Jh. An dem polygrafischem Korb befinden sich hochrechteckige Füllungen mit den gemalten Evangelisten zwischen den Ecksäulen. Um 1800 wurde im Inneren der Kirche eine hölzerne Empore an der West- und der Nordseite errichtet. Auf ihr befindet sich eine Orgel aus dem Jahre 1903. Die Decke ist mit blauen Kreuzen bemalt.
Die lange Lebenszeit der Kirche hat Spuren hinterlassen, die bauliche Maßnahmen erfordern. So kam es 2008 zu einer Notsicherung. Zur Zeit erfolgen Arbeiten, um die Kirche wieder nutzbar zu machen.

Gottesdienste in den Sommermonaten abwechselnd mit Schöna