Ev. Dorfkirche

Adressdaten


  • 07407 Remda-Teichel
    An der Kirche 1-8

Beschreibung


(von Brigitte Schellenberger)
Die Kirche von Sundremda weist auf ein hohes Alter - 11./12.Jht.- hin. Eine Sage erzählt, dass der Bau auf ein Kloster zurückgeht. Der älteste Teil unserer Kirche ist der Turm aus dem 12. Jht. Auf dieses Alter weisen einige Merkmale des romanischen Baustils: Rundbogen, Öffnungen mit Würfelkapitellen geziert mit Rosetten und Schilden.
Einmalig in unserer Umgebung sind Öffnungen nach allen vier Seiten in den beiden oberen Turmgeschossen. Es fällt die saubere Bearbeitung des Mauerwerkes auf, das aus Hausteinen gefügt wurde. Die Sandsteine stammen aus der Umgebung. Sicher haben hier Fachleute gearbeitet.
Besonderheit: Ein steinerner Kopf an der Nordseite schaut uns aus dem Rundbogen der unteren Fenstergruppe an. Hat sich der Steinmetz einen Spaß erlaubt oder soll dieser Kopf auf einen tödlichen Bauunfall hinweisen?

Das Langhaus wurde 1740 erweitert oder erneuert. Man kann hier erkennen, dass nicht so gut behauene Steine wie beim Turm verwendet wurden.

Die Innenausstattung des Langhauses:
Der Altar und die Kanzel stammen aus dem 18. Jht. Das in Holz gefertigte Dekor ist typisch für die Bauweise des Barocks. Der Altar aus Stein ist sicherlich aus dem späten 18. Jht. Der besonders alte Taufstein mit Rundbogenfries ist aus der Vorgängerkirche erhalten geblieben und wurde wieder aufgestellt.
Das barocke Taufbecken wartet noch auf die würdevolle Bemalung und kommt dann auch wieder zu Ehren.
Die Orgel wurde 1865 von Johann Menger aus Paulinzella (900Taler) eingebaut. Sie hat heute noch einen guten Klang.
Die Innenausmalung erfolgte in weiß, gold und englischrot.

Die Glocken:
Im Turm gab es einst drei Glocken. 1916 wurden zwei Glocken für Kriegszwecke vom Kirchturm geholt. Die große Glocke wurde 1593 mit folgender Inschrift gegossen:
+IN SONTEM HANG ICH+MEINEN KLANG GEB ICH+ ALLE CHRISTEN RUF ICH+MELCHIOR MÖRINCK GOSS MICH+1593
Ihr Durchmesser beträgt 106cm und sie hat noch ein Läutwerk, das getreten muß.