St. Burkhard

Adressdaten


  • 07368 Eliasbrunn
    Eliasbrunn

Beschreibung


Einst hieß der Ort Adelgerisbrunn, später Elgersbrunn. So nennen ihn die Einwohner heute noch. Den heutigen, offiziellen Namen Eliasbrunn hat das Dorf um 1600 erhalten. Es wird berichtet, dass die einstige Kapelle neben einer Quelle erbaut war. Aus ihr hätte der Prophet Elias getrunken, seitdem sei ihr Wasser stets frisch und gesund. Deshalb sei auch Eliasbrunn in alter Zeit Wallfahrtsort für Heilung Suchende gewesen. Den Wahrheitsgehalt hinter solch einer Sage kann man heute kaum mehr ermitteln. Doch mag es zutreffen, dass sich an dem Ort, an dem heute die Kirche steht, einst ein vorchristliches Heiligtum befand, an das sich alte Erinnerungen knüpfen. Der Name des Propheten Elia trat möglicherweise an die Stelle einer sorbischen Gottheit. Seine jetzige Baugestalt erhielt das Gotteshaus wohl 1703, denn für dieses Jahr ist die bauliche Vergrößerung bezeugt. Durch sie entstand ein einfacher Rechtecksaal, der Chor und Langhaus zusammenfasst. Überdeckt wird er von einer Balkendecke mit eingeschobenen Riegelbrettern im Fischgrätenmuster.
Der Kanzelaltar stammt vermutlich aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Er ist sparsam verziert und zeigt keine Bilder außer einer Abendmahlsdarstellung. Auch sonst besitzt die Kirche keinen Schmuck, wie Bilder oder gemalte Bibelsprüche. Noch 1843 sollen Decke und
Emporen ohne Farbanstrich gewesen sein.
Die Orgel wurde 1812 von C. Hoffmann in Neustadt an der Haide erbaut. Im gleichen Jahr ließ sie nach einer über dem Spieltisch angebrachten Inschrift ein aus Eliasbrunn stammender Bürger namens Johann Nicol Thomae „aus Liebe zu seinem Geburtsort“ verschönern, was wohl heißen soll, den Prospekt bemalen.bezeichnet
Im Turm hängen zwei Stahlglocken von 1922. Nachdenklich kann uns der Glockenspruch auf der leider für den Krieg geopferten Glocke von 1740 machen: „Alles währet seine Zeit, Jesu Lieb in Ewigkeit“.