St Christophorus

Adressdaten


Daten & Fakten


  • Baujahr: 1622
  • Besonderheiten: bis zum 400-jährigen Jubiläum ist die Außensanierung der Kirche geplant
  • Öffnungszeiten Sommer: auf Anfrage
  • Öffnungszeiten Winter: auf Anfrage

Profil


Gottesdienst - Bei uns findet regelmäßig Gottesdienst statt. Bibel zur Lektüre - Bei uns liegt eine Bibel zur Lektüre aus. Gebetsort - Wir haben einen besonderen Gebetsort (z.B. Lichterbaum, Kapelle, Kreuzgang o.Ä.). Führungen - Wir bieten auf Nachfrage Führungen an. Kirchenführer - Wir bieten einen gedruckten Kirchenführer. Veranstaltungen - Wir führen besondere Veranstaltungen durch (z.B. Konzerte oder Ausstellungen). Straße der Romanik - Wir gehören zur "Straße der Romanik". behindertengerecht - Wir sind auf behinderte Menschen eingestellt. Angebote für Kinder - Bei uns gibt es Angebote für Kinder: z.B. Malecke, Kinderspielplatz, Kirchenpädagogik. Café - Wir führen ein Kirchen-Café. Trinkwasser - Bei uns gibt es Trinkwasser in der Nähe. Toilette - Im Umkreis von 100m finden Sie eine öffentliche Toilette. Gemeindekirche - Gemeindekirche

Beschreibung


Das erste Gotteshaus in Ebersdorf wird 1589 als wüst gewordene St. Christophoruskapelle erwähnt. Der Beginn der Geschichte dieser Kapelle liegt aber auch in Ebersdorf schon in der Zeit der Spätromanik. Aus den Steinen der alten, verfallenen Kapelle soll 1622 der erste Bau der heute bestehenden Kirche errichtet worden sein. 1625 erhielt sie einen Turm, in dem zwei Glocken hingen. 1690 wurde hinter dem Altar eine Gruft für die gräfliche Familie geschaffen, die 1857 zugemauert und 1939 noch einmal für die Aufnahme der Särge des Hauses Reuß aus der Lobensteiner Kirche geöffnet wurde. 1745 wurde Ebersdorf eine selbständige Pfarrei. 1777 entstanden Sakristei und Fürstenloge. Die letzte dient heute als Baby- und Kleinkinderraum. 1913 erfolgte ein umfassender Umbau, bei dem die Seitenemporen und der Kanzelaltar von 1835 entfernt wurden. Der schöne Taufstein aus Marmor kam damals in die Kirche. Auch das äußere Gesicht der Kirche zur Straße hin veränderte sich. Auf der einen Seite erhielt sie eine Kammer für die Toten, auf der anderen den Aufgang zur ehemaligen Fürstenloge. Das Portal mit dem darüberliegenden Raum für die Orgel gibt der Kirche ein repräsentatives Gesicht.
Im Inneren stehen Arbeiten des 1998 verstorbenen Ebersdorfer Bildhauers Friedrich Popp. Sie entstanden in den siebziger und achtziger Jahren. Auf dem Altartisch sehen wir einen kleinen Altarschrein in Gestalt eines Triptychons. In seinem Mittelbild steht die Kreuzigung, an der Seite links Maria mit dem Kind in der Krippe, darüber das Sinnbild des Evangelisten Matthäus, darunter das des Markus. Auf der rechten Seite sehen wir die Darreichung des Abendmahls in Emmaus, darüber das Sinnbild des Evangelisten Lukas, darunter das des Johannes.
Am Ambo sehen wir im Frontale ein Relief, das den Cherub mit einer Zange, in der er eine glühende Kohle hält zeigt, ein Hinweis auf Jesajas Berufung. rechts neben dem Altar steht eine lebendige Christophorusfigur, der Schutzheilige der Kirche. Davor, neben der Taufe, befindet sich ein Relief, das Christus, der den "glimmenden Docht" bewahrt (nach Jesaja 42) zeigt. An der Nordwand hängt ein großes Kruzifix, das den Raum beherrscht.
Die Orgel wurde von der bekannten Orgelfirma Walcker mit pneumatischer Traktur erbaut.
Die drei Glocken sind 1849, 1919 und 1950 gegossen, sie stammen alle aus Apolda. Die Glocke von 1919 diente als Ersatz für die dem Krieg geopferte von 1849, die Glocke von 1950 für die 1920 zum ersten Mal und 1940 zum zweiten Mal eingeschmolzene Glocke.