Dorfkirche

Adressdaten


  • 07922 Willersdorf
    Willersdorf

Beschreibung


Zur Zeit der Reformation soll die einstige Kapelle schon unbenutzbar gewesen sein. Spätestens 1620 — 23 wurde die Kirche in der heute noch erkennbaren Gestalt geschaffen, ein urtümlich wirkender, kleiner Chorturmbau, der sein Alter nicht verbirgt. Um 1200 oder kurz danach dürfte er entstanden sein. Eine kleine, heute als Sakristei genutzte Kapelle ist erhalten. 1768 und 1868, in den 50er Jahren und zuletzt 2001 wurde das Gotteshaus baulich und farblich saniert. Bei den umfassenden Arbeiten der letzten Überholung entdeckte man in einem sonst völlig unzugänglichen Winkel den Mittelteil eines gotischen Flügelaltars. Vielleicht hat ein Anhänger des alten (katholischen) Glaubens das kostbare Stück auf diese Weise gerettet. Nach jahrelangen Bemühungen um Finanzierung und Arbeit an der Restaurierung steht der Altar nun wieder im Licht des Tages. An der Südwand angebracht zeigt er im Mittelbild Maria mit dem Kind, zu ihrer Rechten Anna selbdritt und zur Linken eine nicht mehr zu identifizierende männliche Figur, vielleicht Laurentius oder Stefanus. Die Flügel sind leider verloren. Der Raum strahlt nach der Freilegung und Restaurierung vor allem in den Farben dunkelblau, weiß und gold. Auch die Orgel ist wieder in Ordnung. So bietet sich der Raum mit seinen vielen liebevoll gestalteten Details, wie dem kleinen barocken Altar mit einem Christuslamm in leichtem, beschwingten Rahmen oder dem ebenso lebendig – schwungvoll gestalteten Gestühl, wieder in ansprechendem, einladendem Zustand dar.
Die von 1727 stammende Glocke wurde von Christoph Salomon Graulich in Hof gegossen und 2001 durch Lachmayer in Nördlingen restauriert. Die Stahlglocke von 1955 wurde durch eine Bronzeglocke von Bachert in Heilbronn ersetzt.