Ökumene

Foto: epd-bild / Peter Williams | Zentralausschuss des Oekumenischen Rats der Kirchen (OERK, Weltkirchenrat) tagte im Juli 2014 in Genf.

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Thüringen (ACK) besteht 25 Jahre. Aus diesem Anlass wird es bei der ordentlichen Herbstsitzung einen Festabend geben, die am 13. und 14. November 2017 im Bildungshaus St. Ursula in Erfurt stattfindet.

Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in ThüringenDer Festabend beginnt am 13.11.2017 um 17.00 Uhr mit einem Ökumenischen Gottesdienst in der Klosterkirche St. Ursula. Als ehemaliger Vorsitzender der ACK wird Altbischof Dr. Joachim Wanke in diesem Gottesdienst predigen.

Um 18.30 Uhr gibt es einen Empfang im Bildungshaus. Nach einem Rückblick auf die 25 Jahre hält Prof. Dr. Myriam Wijlens von der Katholischen Fakultät der Universität Erfurt einen Festvortrag zum Thema: "Von Union zu Kommunion: Neue Denkansätze und Projekte in der Ökumene". Prof. Wijlens Forschungsschwerpunkte sind ekklesiologische und ökumenische Themen auf dem Hintergrund des kanonischen Rechts. Anschließend wird bei einem Buffet Gelegenheit zum Austausch sein.

Eingeladen sind auch die ehemaligen Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft. An der Ökumene Interessierte sind ebenfalls zum Gottesdienst und Festakt eingeladen. Monsignore Heinz Gunkel, der derzeitige Vorsitzende, wird sich nach 18 Jahren aus der Verantwortung in der Ökumene verabschieden. Der neue Vorstand der ACK Thüringen wird an diesem Tag gewählt und vorgestellt.

Msgr. Heinz Gunkel, Vorsitzender der ACK-Thüringen

Die Arbeitsgemeinschaft "Religionen - Konfessionen - Weltanschauungen" der EKM und Anhalts hat am Freitag, 9. Juni, in Wittenberg erstmals einen Hochschulpreis zur Förderung von Arbeiten des theologischen Nachwuchs zu ökumenischen, konfessionskundlichen, interreligiösen, religionswissenschaftlichen und weltanschaulichen Fragestellungen.

Wir wollen damit junge Theologinnen und Theologen, Religionspädagogen und -pädagoginnen fördern, die sich mit Fragen nach Identität, Begegnung und Dialog beschäftigen und ihnen die Möglichkeit geben, ihre Erkenntnisse auch einer kirchlichen Öffentlichkeit mitzuteilen.

Preisträgerin Diana Lunkwitz (Foto: Conrad Krannich).Der mit 1.000 Euro dotierte Preis wurde in diesem Jahr an Frau Diana Lunkwitz von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg verliehen. Sie schrieb eine Arbeit zum Thema "Mission from the Margins. Marginalisierung als Thema der Missionserklärung des Ökumenischen Rates der Kirchen von 2012." Frau Lunkwitz widmete sich damit eine sehr aktuellen Fragestellung im ökumenischen Kontext und überzeugte die Jury durch ein hohes Reflexionsniveau, kritische Einordnung und Gründlichkeit. Aus einer ostdeutschen Perspektive setzt sie sich kritisch mit Fragen von Fremd- und Selbstwahrnehmung, von Selbstverständnis und Fremdzuschreibung auseinander und überträgt dies auf den Umgang von Kirchen mit kulturellen, theologischen und sozialen Unterschieden.

In der Jury waren Vertreter der EKM, der Universitäten Halle, Jena und Erfurt sowie der Evangelischen Fachhochschule Berlin beteiligt.

Download: 20170625_missionfromthemargins_lunkwitz.pdf

Hintergrund:
"Verankert sein und offen werden" - Werner-Krusche-Hochschul-Preis

Im Gedenken an den früheren Bischof Dr. Werner Krusche (1917-2009) veranlasst die Arbeitsgemeinschaft KONFESSIONEN - RELIGIONEN - WELTANSCHAUUNGEN in der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) und der Evangelischen Landeskirche Anhalts die Stiftung des Werner-Krusche-Hochschulpreises für wissenschaftliche Arbeiten aus dem theologischen bzw. religionspädagogischen Studium und Forschungsbereich.   Dr. Werner Krusche (1917-2009) stammte aus Sachsen und hatte sein Theologiestudium in Leipzig begonnen. Nach Rückkehr aus der britischen Kriegsgefangenschaft setzte er es in Bethel, Heidelberg, Göttingen und Basel fort. 1954 kam er in die DDR, war als Pfarrer, Studiendirektor und Theologiedozent tätig und wurde 1968 zum Bischof der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen (Magdeburg) gewählt. Wegweisend für den ostdeutschen Protestantismus wirkte er von 1981 bis 1983 als Vorsitzender des Bundes der evangelischen Kirchen in der DDR und als Vorsitzender der Konferenz der Kirchenleitungen. Er verkörperte auch darüber hinaus ein couragiertes Christsein als Minderheit und vertrat in ökumenischer Weite das Konzept missionarischer Gemeinde einer offenen Kirche für andere.

Zielsetzung:
Mit dem Werner-Krusche-Hochschulpreis werden hervorragende Arbeiten des kirchlichen Nachwuchses mit

  • konfessionskundlicher
  • und/oder interreligiöser
  • und/oder weltanschaulicher Relevanz

ausgezeichnet. Unter dem Motto "Verankert sein und offen werden" soll zur Auseinandersetzung mit diesen Themen ermutigt werden.

Der Werner-Krusche-Preis wird auch in diesem Jahr wieder ausgeschrieben. Einsendeschluss ist der 31. Oktober 2017.

Bei Rückfragen: Charlotte Weber, 0361-51800-331


Ökumene

  • ist die Vielfalt der christlichen Kirchen in Deutschland und weltweit.
  • ist die wachsende Gemeinschaft zwischen unterschiedlichen christlichen Konfessionen.
  • ist die gemeinsame Verantwortung für unsere Gesellschaft und für die Welt.
  • ist die Verbundenheit mit unseren "älteren Geschwistern im Glauben", den Jüdinnen und Juden.
  • ist das Gespräch mit Angehörigen anderer Religionen und Weltanschauungen.
  • ist die eigene Identität, die sich im Austausch mit anderen ausprägt, bewährt und erneuert.

Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland ist verbunden mit den anderen christlichen Konfessionen, die in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Thüringen und Sachsen-Anhalt und in lokalen Initiativen zusammenarbeiten.

Über das Leipziger Missionswerk, das Gustav-Adolf-Werk und die Mitgliedschaft in europäischen und weltweiten kirchlichen Zusammenschlüssen (Konferenz Europäischer Kirchen, Gemeinschaft evangelischer Kirchen in Europa, Lutherischer Weltbund, Ökumenischer Rat der Kirchen) pflegt die EKM Kontakte zu Kirchen und Christen in aller Welt.
Außerdem hat die EKM Direktpartnerschaften zu Kirchen in verschiedenen Ländern, die vom Referat für Partnerschaft und Ökumenisches Lernen im Lothar-Kreyssig-Ökumenezentrum gepflegt werden.

Eine besondere Verantwortung für die Gesellschaft und die "Eine Welt" sehen wir in den Themenfeldern Migration, Friedensarbeit sowie Umwelt und Entwicklung. Das Lothar-Kreyssig-Ökumenezentrum beschäftigt sich mit diesen Fragen. Es berät und unterstützt Gemeinden in ihrem Engagement.

Aktuelle ökumenische Entwicklungen, die Ergebnisse ökumenischer Dialoge und Fragestellungen, die sich aus dem Miteinander verschiedener Konfessionen, Religionen und Weltanschauungen ergeben, werden in regelmäßigen Studientagen aufgenommen.

Für Beratungen in Weltanschauungsfragen stehen Weltanschauungsbeauftragte: Sören Brenner | Hans Michael Buchholz | Dr. Andreas Fincke | Dr. Bodo Seidel zur Verfügung.

Der christlich-jüdische Dialog wird durch einen Beauftragten der EKM für christlich-jüdischen Dialog: Teja Begrich und einen ihm zugeordneten Beirat gepflegt.

Ökumenische Projekte und Initiativen von Kirchengemeinden, Kirchenkreisen, Initiativgruppen und Einzelnen können durch Beratung und finanzielle Zuschüsse unterstützt werden.


Verlautbarung: "Martin Luther und die Juden" (PDF, 148 KB; Drucksache für die 4. Tagung der II. Landessynode der EKM vom 16. bis 19. November 2016 in Erfurt)

Kontakt

Ansprechpartnerin für Ökumene in der EKM:
Landeskirchenamt der EKM
Referat Ökumene

Kirchenrätin Charlotte Weber
Michaelisstraße 39
99084 Erfurt
Charlotte.Weber@ekmd.de
Fon 0361-51800-331
Fax 0361/51800-319


Lothar-Kreyssig - Ökumenezentrum
Eva Hadem
Am Dom 2
39104 Magdeburg
Eva.Hadem@ekmd.de
Fon 0391/5346-392
Fax 0391/5346-390
www.oekumenezentrum-ekm.de


Foto: epd-bild / Peter Williams | Zentralausschuss des Oekumenischen Rats der Kirchen (OERK, Weltkirchenrat) tagte im Juli 2014 in Genf.

Veranstaltungskalender der EKM
Bundesweites Service-Telefon der evangelischen Kirche
Losung vom 23.10.2017
Befiehl dem HERRN deine Werke, so wird dein Vorhaben gelingen. Gott ist’s, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.
Sprüche 16,3 Philipper 2,13

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