PM 17 | 07.02.2014
Augustinerdiskurs zu deutscher Sicherheitspolitik in Erfurt

Diskussion über Engagement in internationalen Krisengebieten

Am kommenden Donnerstag (13. Februar, 19 Uhr) findet im Evangelischen Augustinerkloster zu Erfurt die Podiumsdiskussion „Afghanistan, Pakistan, Libyen, Mali, Syrien … Perspektiven deutscher Sicherheitspolitik nach Afghanistan“ statt. Es diskutieren PD Dr. Jochen Hippler vom Institut für Entwicklung und Frieden der Universität Duisburg-Essen und Bernhard Brinkmann, stellvertretender Präsident des Reservistenverbandes. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Augustinerdiskurse statt, einer gemeinsamen Reihe des Augustinerklosters, der Evangelischen Akademie Thüringen und der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen. Anmeldung und Information: www.ev-akademie-thueringen.de.

Bundespräsident Joachim Gauck forderte vor wenigen Tagen auf der Münchner Sicherheitskonferenz ein stärkeres internationales Engagement der Deutschen – mit zivilen, aber auch militärischen Mitteln. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen plädierte kürzlich für eine Ausweitung des Afrika-Einsatzes der Bundeswehr. Mit welcher Strategie stellt sich Deutschland den sicherheitspolitischen Herausforderungen? Wie ist es um die Fähigkeiten zur zivilen Konfliktbearbeitung bestellt? Unter welchen politischen und völkerrechtlichen Bedingungen ist ein militärisches Engagement unseres Landes legitimierbar? Was sind die Perspektiven deutscher Friedens- und Sicherheitspolitik nach Afghanistan? „Es ist unabdingbar, diese Fragen zu diskutieren – gerade in einem Jahr, in dem wesentliche Teile der NATO-Truppen aus Afghanistan abgezogen werden. Es ist klar: die friedens- und sicherheitspolitischen Herausforderungen enden damit nicht. Libyen, Syrien und Mali sind nur einige Beispiele für gewaltsame Konflikte. Wie kann der Menschenrechtsschutz international verbessert werden?“, fragt Akademiedirektor Prof. Michael Haspel, der das Podiumsgespräch moderieren wird.

PD Dr. Jochen Hippler ist Politikwissenschaftler und Friedensforscher, seit dem Jahr 2000 arbeitet er am Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) der Universität Duisburg-Essen. Bernhard Brinkmann war von 1998 bis 2013 Mitglied des Deutschen Bundestages und ist Stellvertreter des Präsidenten des Verbandes der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V.

Die Augustinerdiskurse laden zur Debatte kontroverser gesellschaftspolitischer Fragestellungen ein. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss an das Podium können die Gespräche bei einem Getränke-Empfang fortgeführt werden.

Die Veranstaltung ist auch Teil eines Netzwerkprojektes der Evangelischen Akademien in Deutschland. Unter dem Titel „Dem Frieden der Welt zu dienen…“ laden zahlreiche Veranstaltungen in ganz Deutschland ein, den Diskurs über sinnvolle Mittel und Wege deutscher Außen- und Sicherheitspolitik zu vertiefen.

Weitere Informationen im Internet:
www.ev-akademie-thueringen.de und www.evangelische-akademien.de

RÜCKFRAGEN

Prof. Michael Haspel, 0151-12729765

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