PM 127 | 16.08.2019
Ausstellung zu Opposition und Widerstand in der DDR

Konzertlesung mit Stephan Krawczyk zum 30. Jahrestag des Mauerfalls

Die Vernissage einer Ausstellung zum Thema „Opposition + Widerstand in der DDR“ sowie eine Konzertlesung mit Stephan Krawczyk sind am kommenden Mittwoch (21. August) in Gera anlässlich des 30. Jahrestages des Mauerfalls geplant. Die Ausstellung wird um 18 Uhr in der St. Johanniskirche eröffnet. Die Einführung in das Thema übernimmt Frank Karbstein von der Gedenkstätte Amthordurchgang, Dr. Friederike Spengler, Regionalbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), hält ein Grußwort, für die musikalische Umrahmung sorgt Stephan Krawczyk. Um 20 Uhr schließt sich in der Kirche eine Konzertlesung mit dem Motto „Wieder stehen“ – Rettung kommt von Ohnmacht nicht“ mit dem Liedermacher, Poeten und Autoren an. Die Ausstellung kann bis zum 6. Oktober von Donnerstag bis Sonntag zwischen 14 und 17 Uhr besichtigt werden.

„Im Herbst 2019 erinnern wir uns an die Ereignisse des Jahres 1989. Jeder hat dabei seine eigenen Bilder im Kopf – die desolate Wirtschaft der DDR, Repression, Demonstrationen, Panzer und bewaffnete Staatsorgane, Friedensgebete, Massenflucht, brennende Kerzen, Mauerfall …“, sagt Heiko Knorr, Diakon der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Gera. „Wir wollen mit der Ausstellung und dem Konzert 30 Jahre nach der friedlichen Revolution die Erinnerung wachhalten und darauf verweisen, dass eine lebendige Demokratie nichts Selbstverständliches ist. Gerade heute angesichts der Entwicklung populistischer Parteien ist es besonders wichtig, die Bedeutung der Demokratie zu unterstreichen“, so Knorr.

 „Stephan Krawczyk wird unsere Erinnerungen mit seinem Programm auffrischen“, sagt er. „Der Musiker, Schriftsteller, Poet, Bürgerrechtler, Dissident nimmt uns mit zurück in diese Zeit und erinnert an die Ereignisse und Zusammenhänge, die zum Untergang der DDR führten. Aber er verharrt nicht in dieser Erinnerung, sondern mahnt zugleich, dass unsere gewonnene Freiheit auch Verpflichtung für die Zukunft ist“, betont der Diakon.

Die Ausstellung „Opposition + Widerstand in der DDR“ der Stiftung Ettersberg arbeitet die Geschichte der Opposition in der DDR unter besonderer Berücksichtigung der Ereignisse in Thüringen heraus. Auf 21 Tafeln wird unter anderem der Widerstand in den demokratischen Parteien, an Universitäten, Schulen, Kirchen und illegalen Jugendgruppen dargestellt. Der Volksaufstand vom 17. Juni 1953 sowie die Entstehung der Friedens- und Umweltbewegung spielen ebenso eine Rolle wie die Massendemonstrationen 1989 mit zahlreichen, teilweise noch unveröffentlichten Fotos und Dokumenten. Ergänzt wird die Ausstellung durch Exponate der Gedenkstätte Amthordurchgang mit regionalem Bezug.

RÜCKFRAGEN

Heiko Knorr, 0365-8004673 oder 0172-4173901


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