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Thüringer Polizisten und Polizistinnen pilgern gemeinsam

Großes Interesse an Angeboten der Polizeiseelsorge 

Rückfragen

Ulrich Matthias Spengler, Landespolizeipfarrer, 0172-4767077

Eine Pilgerwanderung und einen Pilgertag für Polizisten und Polizistinnen bietet der Thüringer Polizeiseelsorgebeirat im September an. Außerdem gibt es regelmäßig Seminare. Das Interesse ist zunehmend.

Am morgigen Montag (1. September) beginnt eine Polizei-Pilgerwanderung auf dem Tälerpilgerweg im Saale-Holzland-Kreis. Bis zum 4. September ist die Gruppe mit etwa 20 Teilnehmenden unterwegs. Das Angebot gab es vor zwei Jahren das erste Mal, um zusätzlich zu dem traditionellen Pilgertag der Thüringer Polizei ein mehrtägiges Angebot zu etablieren. „Die Erfahrungen sind noch intensiver, wenn man länger miteinander unterwegs ist. Die Resonanz war so positiv, dass wir nun erneut dazu einladen“, berichtet Christoph Backhaus, Gemeindepfarrer in Neustadt/Orla und Polizeiseelsorger. Für die Wanderung hat er gemeinsam mit dem methodistischen Polizeiseelsorger und Pfarrer Mathias Ziebold das Motto „Wir sind auf den Spuren unserer fünf Sinne“ ausgewählt. Dazu gibt es zweimal täglich Impulse; außerdem gehört das einstündige Pilgern im Schweigen zum Tagesprogramm. „Es ist wichtig, für die Polizisten und Polizistinnen Möglichkeiten zu schaffen, damit sie mal komplett aus dem anstrengenden Alltag rausgehen, sich in freier Natur für neue Themen öffnen und ins Gespräch kommen können“, betont Backhaus.

Am 11. September um 9 Uhr startet in Küllstedt in der Antoniuskapelle ein Ökumenischer Pilgertag der Polizei unter dem Motto „Gestärkt an unsere Seite, mutig auf gemeinsamen Wegen: Schutz erfahren – Schutz gewährleisten“. Die Strecke führt über etwa 16 Kilometer über Effelder wieder zurück zum Ausgangspunkt. Mit dabei sind unter anderem Ulrich Matthias Spengler, Landespfarrer für Polizeiseelsorge und Beauftragter für Notfallseelsorge der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) im Freistaat Thüringen, und Dr. Friederike Spengler, Regionalbischöfin der EKM sowie Landespolizeiseelsorger Michael Turbiasz und Generalvikar Dominik Trost vom Bistum Erfurt. „Es geht darum, mal innezuhalten, gemeinsam unterwegs zu sein, Kraft zu tanken und Unterstützung zu erfahren“, sagt Ulrich Matthias Spengler. Der Pilgertag wird seit etwa zehn Jahren organisiert und das Interesse nimmt stetig zu, berichtet er – aus den anfangs etwa 15 Teilnehmenden werden jetzt etwa 100.

Wie der Landespolizeiseelsorger informiert, bietet der Polizeiseelsorgebeirat außerdem ein umfangreiches Programm mit ein- bis mehrtägigen Seminaren zu Themen wie „Leiden-Sterben-Tod“, „Atempause“ „Interkulturelle Kompetenz“ und „Andere Religionen“ an. „Wir haben Themen ausgewählt, die für Polizisten im Alltag relevant sind. Die Palette wird immer wieder an aktuelle Fragestellungen und Bedarfe angepasst“, erklärt Spengler. So gehe es um Stressreduktion, Seelsorge-Gespräche und kollegiale Beratung. Außerdem werde die ethische und soziale Handlungskompetenz gestärkt und polizeiliches Handeln reflektiert. „Polizisten sind angesichts der Fülle der Aufgaben sehr herausgefordert. Außerdem spiegelt sich in ihrem Alltag die allgemeine Entwicklung in der Gesellschaft wider, wonach das Aggression-Potential zunimmt. Und immer öfter werden Instanzen wie die Polizei in Streitigkeiten einbezogen, die vor einigen Jahren noch ohne die Polizei geklärt wurden, zum Beispiel kleinere Konflikte zwischen Nachbarn. Aber selbst wenn es sich um vermeintliche Lappalien handelt: Wird die Polizei gerufen, muss sie handeln“, sagt Spengler.

Hintergrund:

Thüringen gibt es für die seelsorgerliche Begleitung der Polizistinnen und Polizisten die beiden hauptamtlichen Landespolizeipfarrer der evangelischen und der katholischen Kirche sowie einige nebenamtliche evangelische Seelsorger und Seelsorgerinnen. Sie sind zuständig für alle in der Polizei Beschäftigten und deren Angehörige und stehen für Gespräche zu beruflichen oder persönlichen Fragen und nach besonders belastenden Arbeitssituationen zur Verfügung. Sie unterstützen insbesondere in Krisensituationen, bei schweren Unfällen und in schwierigen Einsatzlagen wie bei Großdemonstrationen. Die Gespräche sind vertraulich und stehen unter dem Schutz des Zeugnisverweigerungsrechtes. Die Seelsorger begleiten die Arbeit der Polizeibediensteten in kritischer Solidarität. Zur Aufgabe gehören auch der berufsethische Unterricht in Aus- und Weiterbildung sowie Seminar-Angebote.

Die Termine im Überblick:

1.-4. September, Tälerpilgerweg im Saale-Holzland-Kreis
Pilgerwanderung der Polizeiseelsorge

11. September, 9 Uhr, Küllstedt, Antoniuskapelle
Beginn Pilgertag der Polizei

Weitere Informationen im Internet:

https://www.ekmd.de/glaube/seelsorge/polizei-und-notfallseelsorge.html

https://www.polizeiseelsorge.de

 

Rückfragen

Ulrich Matthias Spengler, Landespolizeipfarrer, 0172-4767077

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