PM 26 | 31.05.2005
Gemeinsame Erklaerung der leitenden Geistlichen

Die Abschaffung des 6. Januar als Feiertag wäre eine „falsche politische Entscheidung“ und „günstigstenfalls nur ein wirtschafts-politisches Signal von kurzer Dauer“, heißt es in dem Gemeinsamen Wort zum Feiertagsschutz der großen Kirchen Sachsen-Anhalts, das die leitenden Geistlichen am 7. Mai 2004 in Magdeburg vorstellten.

„Feiertagskultur nicht beschädigen“

Die Abschaffung des 6. Januar als Feiertag wäre eine „falsche politische Entscheidung“ und „günstigstenfalls nur ein wirtschafts-politisches Signal von kurzer Dauer“, heißt es in dem Gemeinsamen Wort zum Feiertagsschutz der großen Kirchen Sachsen-Anhalts, das die leitenden Geistlichen am 7. Mai 2004 in Magdeburg vorstellten. Verlässliche volkswirtschaftliche Vorteile seien durch die Streichung eines gesetzlichen Feiertages nicht zu erwarten.

„Politisches Handeln muss dem Selbstverständnis unserer Demokratie gerecht werden. Auch in schwierigen Situationen, wie gegenwärtig in Sachsen-Anhalt, dürfen politische Entscheidungen nicht allein den ökonomischen Bereich im Blick haben“, heißt es in dem Papier weiter, das von Weihbischof Dr. Gerhard Feige (Bistum Magdeburg), Bischof Axel Noack (Evangelische Kirche der  Kirchenprovinz Sachsen) und Kirchenpräsident Helge Klassohn (Evangelische Landeskirche Anhalts) unterzeichnet worden ist.

In der Erklärung heißt es weiter: „Unsere Gesellschaft braucht Tage in der Woche, an denen die Menschen gleichzeitig und verlässlich frei haben. Sie brauchen Zeiträume für gemeinsam gestaltbare Freizeit außerhalb der Alltagspflichten.“ Neben den Sonntagen seien staatlich geschützte Feiertage erkennbare und erlebbare gesellschaftliche Höhepunkte, deren Gefährdung die Feiertagskultur beschädige. Die Abschaffung eines Feiertags sei – wie das Beispiel des Buß- und Bettags gezeigt habe - zwar dauerhaft, die damit verbundenen Erwartungen an die konsolidierende Wirkung für die Pflegeversicherung seien jedoch nachweisbar nicht erfüllt worden.

Dr. Gerhard Feige,  Axel Noack und Helge Klassohn begrüßten, „dass alle Möglichkeiten für die Verbesserung der wirtschaftlichen Situation unseres Landes bedacht werden“ und betonten, es sei auch Aufgabe der Kirchen, sinnvolle Reformüberlegungen tatkräftig zu unterstützen.

Magdeburg/ Dessau – 7. Mai 2004


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