Handlungsleitfaden "Elektrofahrzeuge gemeinsam nutzen"

Handlungsleitfaden für die Einführung von Elektrofahrzeugen durch Institutionen der Kirche

„Elektrofahrzeuge gemeinsam nutzen“ ist gleichzeitig Titel und Motto des vorliegenden Handlungsleitfaden zur Einführung von Elektrofahrzeugen in den Kirchendienst. Die Grundidee ist, Elektroautos sowohl als Dienstfahzeuge als auch für private Zwecke der Mitarbeitenden und für die Bevölkerung einzusetzen. Hierbei kommen dem Motto zwei Bedeutungen zu:

  1. Die gemeinsame Nutzung erfolgt im Kontext einer Auseinandersetzung mit den Umweltauswirkungen der Mitarbeitendenmobilität und den strukturellen Veränderungen des Verkündigungsdienstes. Sie bietet damit eine Möglichkeit die Mobilität von Pfarrerinnen und Pfarrern in immer größer werdenden Arbeitsbereichen bedarfsgerecht zu gewährleisten und zugleich den lokalen Ausstoß von Emissionen zu verringern. So steht mit der Elektromobilität eine Technik zur Verfügung, mit der die lokal erzeugten CO2-Emissionen reduziert und damit den Klimaschutzzielen insgesamt nähergekommen werden kann. Überdies ist eine möglichst positive Umweltbilanz durch die Ladung der Fahrzeuge mit lokal und regenerativ erzeugen Strom erzielbar.
  2. Die gemeinsame Nutzung der Fahrzeuge weist eine gemeinschaftsstiftende und eine strukturstabilisierende Funktion auf, insbesondere in ländlichen Bereichen.

Dass die gemeinsame Nutzung von Elektrofahrzeugen mit dem Verkündigungsdienst vereinbar ist, zeigen die Untersuchungen in den Modellprojekten NeMo_Land und NeMo II: Die Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) hat in Zusammenarbeit mit dem Institut Verkehr und Raum und unter Förderung des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN) ein Konzept zur Einführung von Elektrofahrzeugen in den Dienst der Kirche entwickelt und umgesetzt (mehr Infos unter: www.verkehr-und-raum.de)

Aus den Erfahrungen wurden Handlungsempfehlungen abgeleitet, die es anderen Kirchenkreisen erlauben, Elektrofahrzeuge und geteilte Fahrzeugnutzung einzuführen sowie die lokale Erzeugung erneuerbaren Stroms an denkmalgeschützten Gebäuden zu ermöglichen.

Der Handlungsleitfaden gliedert sich in vier Themenbereiche: FAHRZEUG UND KONZEPTION, LADEINFRASTRUKTUR, BETREIBERMODELLE und MARKETING. Die Handlungsempfehlungen sind in Form von Steckbriefen aufbereitet. Ein Steckbrief behandelt dabei jeweils einen eigenen Arbeitsschritt und eine Beschreibung der Vorgehensweise sowie möglicher Alternativen. Die Steckbriefe führen die Verantwortlichkeiten, den Zeitpunkt der Durchführung im Planungs- oder Umsetzungsprozess und die Besonderheiten auf. Der zeitliche Ablauf gliedert sich in drei Phasen:

  1. Die Handlungsempfehlungen der Planungsphase betrachten die strategische Ausrichtung des Konzepts und die Feststellung der technischen Rahmenbedingungen.
  2. Die Beschaffung der Elektrofahrzeuge sowie die Installation der Ladeinfrastruktur erfolgt in der anschließenden Umsetzungsphase.
  3. In der Betriebsphase erfolgt der Einsatz im dienstlichen Regelbetrieb mit zunehmender privater Nutzungsmöglichkeit.

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