Kontaktsemester

Für die Durchführung eines Kontaktsemesters hat das Kollegium eine gemeinsame Regelung für den Bereich der EKM verabschiedet.

Sie ist im Amtsblatt Nr.6 vom 15. Juni 2008 veröffentlicht, gilt seit 1.5.2008 und ist nachstehend noch einmal abgedruckt:

Kontaktsemester - Regelung für den Bereich der EKM

Das Kollegium führt ab 1. Mai 2008 als zusätzliche Personalentwicklungsmaßnahme für PfarrerInnen und PastorInnen in der ehemaligen ELKTh die Möglichkeit der Durchführung eines Kontaktsemesters unter Fortzahlung der Bezüge ein. Der beschriebene Verfahrensvorschlag wird zustimmend zur Kenntnis genommen. (Protokollauszug der Sitzung des Kollegiums am 15. April 2008)
Im Bereich der ehemaligen EKKPS gelten für das Kontaktsemester die Regelungen der Sabbatzeiten, sofern sie in den zeitlichen Rahmen von 3 – 4 Monaten bleiben.

Kontaktsemester - was ist das?
Pfarrer/innen und Pastorinnen sowie andere Mitarbeitende im Verkündigungsdienst nehmen in dem Zeitraum von einem Semester mit einem selbst geplanten und konzipierten Studienprogramm oder im Rahmen eines begleiteten Programms an ausgewählten Vorlesungen und Seminaren einer Theologischen Fakultät teil. Sie benennen dazu einen thematischen Fokus, der im Bezug zu der jetzigen oder einer geplanten beruflichen Tätigkeit steht oder von Bedeutung für die Weiterentwicklung der kirchlichen Arbeit in der Region/ der Landeskirche ist. Wenn es der thematische Fokus verlangt, können auch Angebote anderer Fakultäten einbezogen werden.

Vorraussetzungen für die Durchführung eines Kontaktsemesters
Nach 10-12 Dienstjahren kann ein Kontaktsemester (3–4 Monate) unter Fortzahlung der Bezüge gewährt werden. Die Genehmigung erteilt der Kreiskirchenrat/ der Vorstand der Kreissynode. Darin enthalten sind der Zeitraum und die Vertretungsregelung. Die anfallenden Sachkosten sind selbst zu tragen.
Nach einer fachlichen Beratung durch das Landeskirchenamt, Referat P3, erteilt das Landeskirchenamt, Referat P2, den Sonderurlaub nach geltendem Dienstrecht.

Verfahren der Antragstellung bei Kontaktsemester:

  1. Beratung und Vorgespräche mit SuperintendentIn, Propst/Pröpstin bzw. VisitatorIn und Landeskirchenamt, Referat P3

  2. Information des GKR (in der Regel ein Jahr vorher)

  3. Beantragung und Genehmigung im Kreiskirchenrat/ Vorstand der Kreissynode (9 Monate vorher). Bei dem Antrag eines/einer SuperintendentIn muss ein schriftliches Votum des Propstes/ Visitators beiliegen.

  4. Fachliche Beratung und Abschluss einer Vereinbarung, in der inhaltliche Vorhaben, Finanzierung und Vertretungsregelungen festgelegt werden. Das Referat P3 berät und bereitet die Vereinbarung vor. Landeskirchenamt, AntragstellerIn und Kirchenkreis unterzeichnen die Vereinbarung.

  5. Erteilung von Sonderurlaub nach § 52 des Pfarrdienstgesetzes (EKKPS) bzw. Urlaubsverordnung RQS 423 § 7 ( ELKTh) durch das Landeskirchenamt, Referat P2. (* seit 01.01.2012 §70 Abs.1,2 Pfarrdienstgesetz der EKD)

Abschluss:

  • Schriftlicher Bericht innerhalb von vier Wochen nach Beendigung des Kontaktsemesters auf dem Dienstweg an das Referat P3.

  • Mündlicher Bericht im Konvent in Absprache mit der Konventsleitung.

 

Erweiterung des Formats Kontaktsemester durch den Schwerpunkt „Gesundheit/ Spiritualität“

Sachverhalt:

Ein Kontaktsemester ist eine Interventionszeit bzw. ein Unterbrechungszeitraum im Rahmen von drei bis vier Monaten. Diese Freistellungszeit konnte bisher nur mit einem Studienprogramm gefüllt werden, welches sich vor allem auf die Stärkung der beruflichen Qualifikation hin ausrichtet. Diese Studienzeit soll nun geöffnet werden, um sich in einem Zeitraum von drei bis vier Monaten intensiv mit Handlungs- und Orientierungsmustern zu beschäftigen, die der Prävention, Gesunderhaltung und der Pflege der eigenen Spiritualität dienen. Somit wird sich das Instrument der Personalentwicklung „Kontaktsemester“ in zwei mögliche Module gliedern:

 

Kontaktsemester

Studium <-> Gesundheit/ Spiritualität

 

Beschluss des Kollegiums des Landeskirchenamtes am 25./26.11.2013:

Das Kollegium des Landeskirchenamtes stimmt der Erweiterung des Instruments der Personalentwicklung Kontaktsemester um den Schwerpunkt „Gesundheit/Spiritualität in entsprechender Anwendung von § 70 Abs. 1 und Abs. 2 Pfarrdienstgesetz EKD (PfDG.EKD) zu und bittet um Vorstellung und Beratung in den Ephorenkonventen.

Verfahren der Antragstellung bei Kontaktsemester Gesundheit/Spiritualität:

  1. PfarrerInnen, ordinierte GemeindepädagogInnen können nach zehn Dienstjahren ein Kontaktsemester unter Fortzahlung der Bezüge nach § 70 Abs. 1 und Abs. 2 Pfarrdienstgesetz EKD (PfDG.EKD) beantragen. Dabei setzen sie einen Schwerpunkt im Bereich Studium bzw. im Bereich Gesundheit/ Spiritualität.

  2. Beim Schwerpunkt Studium bleibt das bisherige Verfahren unverändert.

  3. Für den Schwerpunkt Gesundheit/Spiritualität wird folgendes Verfahren vorgeschlagen:

    • Beantragung einer Freistellung unter Fortzahlung der Bezüge nach zehn Dienstjahren

    • ist in folgenden Schritten möglich: Beratung im Referat Ausbildung und Personalentwicklung (P 3);

    • Befürwortung durch die zuständige/den zuständigen Superintendentin/Superintendent; Gespräch mit der/dem zuständigen Pröpstin/Propst; Information an den GKR; Klärung der Vertretungsregelung; Beantragung und Genehmigung im Kreiskirchenrat; abschließend Genehmigung durch das Kollegium des Landeskirchenamtes.

    • Die Antragstellerin, der Antragsteller stellt ein situationsbezogenes, persönliches Programm zusammen, das sowohl die Reflexion der Arbeitssituation (Supervision/Coaching) als auch ein umfassendes Trainings- und Beratungskonzept zur Gesundheitsprävention (z.B. Ernährungsberatung, Stressmanagement, Konditionstraining, u.ä.) beinhaltet. Der Besuch eines Facharztes (Internist) vor Beginn und nach Beendigung des Kontaktsemesters wird empfohlen.

    • Geistliche Begleitung wird während des Kontaktsemesters in Anspruch genommen.

    • Ein Ortswechsel wird in dieser Zeit angestrebt.

    • Nach Beendigung schließt sich ein beratendes Personalentwicklungsgespräch auf Grundlage eines qualifizierten Berichtes der Antragstellerin, des Antragstellers im Referat für Ausbildung und Personalentwicklung an.