Klimapilger wandern auch durch Ostdeutschland

Berlin (epd). In der Bonner Lukaskirche findet am Sonntag der Auftakt zum 3. Ökumenischen Pilgerweg für Klimagerechtigkeit statt. Die Klimapilger machen sich unter dem Motto "Geht doch!" auf eine dreimonatige Reise ins polnische Katowice, wo im Dezember die diesjährige Welt-Klimakonferenz stattfindet, wie das evangelische Hilfswerk "Brot für die Welt" am Mittwoch in Berlin ankündigte.

Ihre Entsendung erfolge im Rahmen des Festgottesdienstes zum 70-jährigen Bestehen des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK).

Eine wechselnde, zwischen 20 und 50 Personen umfassende Pilgergruppe, werde auf dem 1.700 Kilometer langen Weg "Schmerzpunkte" und "Kraftorte" der Klimagerechtigkeit besuchen und mit den dortigen Kirchengemeinden ins Gespräch kommen, hieß es weiter. Eine der ersten Stationen soll das umstrittene Braunkohleabbaugebiet Hambacher Forst sein. Die weitere Route führt unter anderem über Düsseldorf, Wuppertal, Paderborn, Hannover, Leipzig, Dresden, Cottbus und Berlin weiter bis nach Polen.

Unterwegs wollen die Pilger mit Aktionstagen für ihre Forderungen zum Klimaschutz werben und Unterschriften sammeln, die der Kohlkommission in Berlin und der Welt-Klimakonferenz in Katowice übergeben werden sollen. Unter anderem sprechen sie sich für die Einleitung des Kohleausstiegs und eine klimafreundliche Verkehrswende aus. Der Ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit wird unterstützt von einem Bündnis aus 40 Organisationen, Initiativen und Unternehmen, darunter "Brot für die Welt", Misereor, die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die Deutsche Bischofskonferenz.

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