Thüringer Integrationspreis verliehen

Erfurt (epd). Mit dem Thüringer Integrationspreis sind am Montag in Erfurt drei Einrichtungen ausgezeichnet worden. Bei einer Feierstunde im Evangelischen Augustinerkloster der Landeshauptstadt wurden der Landesverband der Roma "RomnoKher Thüringen e. V.", die Begegnungsstätte Cabrini in Meiningen und der Thüringer Volkshochschulverband mit der Auszeichnung und insgesamt 4.500 Euro geehrt, wie das Migrationsministerium in Erfurt mitteilte.

Zudem wurde die Kampagne "Ein Thüringen für Alle" durch ihren Schirmherrn, Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke), gestartet.

Das Thema des diesjährigen Integrationspreises "Lebensgeschichten - miteinander teilen" greife den großen und eigentlich zentralen Bereich der Integration auf, der oft viel zu sehr im Hintergrund stehe, sagte die Integrationsbeauftragte des Landes, Mirjam Kruppa. "Es geht um das ganz alltägliche Miteinander und darum, Lebenswege zu teilen."

Der Verein "RomnoKher" wurde für sein Engagement bei der Arbeits- und Wohnungssuche sowie für die Hilfe bei Behördengängen und Übersetzungen mit dem ersten Preis (2.000 Euro) ausgezeichnet. Der zweite Preis (1.500 Euro) ging an die Begegnungsstätte Cabrini, die kreative Angebote und interkulturelle Begegnungen organisiert. Der Thüringer Volkshochschulverband fördert mit dem Projekt "Vom Nebeneinander zum Miteinander - Migranten als Kursleiter" die berufliche Integration von Menschen mit Migrationshintergrund, deren soziale Einbindung und das gegenseitige Kennenlernen. Dafür gab es den dritten Preis (1.000 Euro). Die Arbeit der drei Preisträger wurde in drei kurzen Filmen vorgestellt, die Studenten der Bauhaus Universität Weimar erstellt hatte.

Die mit der Preisverleihung gestartete Kampagne "Ein Thüringen für Alle" wurde vom Landesintegrationsbeirat initiiert. Ihr Ziel sei es, die Themen Zuwanderung und Integration in Thüringen positiv zu begleiten und zu befördern. Überregional bekannte Persönlichkeiten wie Bob-Olympiasiegerin Miriam Jamanka, der Präsident der Schiller-Universität, Jena Walter Rosenthal, oder Kammersänger Máté Sólyom-Nagy sollen dabei dazu beitragen, der Öffentlichkeit die Botschaft der Kampagne deutlich zu machen und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit durch eine klare weltoffene Haltung entgegenzuwirken. "Wir wollen ‚Ein Thüringen für Alle‘, wir sind ‚Ein Thüringen für Alle‘ - das ist unsere Botschaft", sagte Ramelow zur Kampagne.

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