Weltflüchtlingstag: Zahl der Flüchtlinge erreicht Rekordniveau – Söder spricht von „Asyltourismus“

Es ist ein trauriger Rekord zum diesjährigen Weltflüchtlingstag am 20. Juni: Nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) waren 2017 rund 68,5 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht, 3,1 Millionen mehr als noch im Vorjahr. Etwa die Hälfte von ihnen waren Kinder.

Damit erreichte die Zahl zum fünften Mal in Folge ein trauriges Rekordniveau. Zugleich spricht der bayrische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) von „Asyltourismus“. Eine solche Wortwahl markiere den „Tiefpunkt der sprachlichen Verrohung“, sagt die epd-Journalistin Bettina Markmeyer in ihrem Kommentar auf evangelisch.de.

https://www.evangelisch.de/inhalte/150618/18-06-2018/asylstreit-csu-warum-soeder-mit-asyltourismus-fluechtlinge-entmenschlicht?kamp=b-070&kamp_r=start

Am höchsten war Ende 2017 die Zahl der Binnenvertriebenen: Die Zahl der Menschen, die innerhalb ihres Heimatlandes auf der Flucht waren, lag den Angaben zufolge bei 40 Millionen, etwas weniger als im Jahr zuvor. Besonders Menschen aus Syrien, Afghanistan, dem Südsudan, Myanmar und Somalia sind laut UN auf der Flucht.

Den Weltflüchtlingstag haben die Vereinten Nationen eingerichtet. Den Aktionstag gibt es bereits seit 1914, seit 2001 findet er weltweit am 20. Juni statt.

Die Migrationsbeauftragte der EKM, Petra Albert, war jüngst in einem jordanischen Flüchtlingslager. Ihre Eindrücke gibt es hier zum Nachhören: https://audiodienst.de/mediathek/radio-saw/2018/06/20/so-viele-vertriebene-wie-nie-zuvor-fluechtlingszahlen-auf-neuem-hoechststand/7242

Die EKM hat zwei Beauftragte für Migration: Petra Albert und Cordula Haase. Die Kontaktdaten und weitere Informationen zum Thema finden Sie unter: https://www.ekmd.de/kirche/themenfelder/flucht-und-migration.html