16.06.2005
E wie Evangelium

Evangelium (griech. euangelion) heißt: Frohe Botschaft, Gute Nachricht, eine Nachricht, die Freude auslöst.

Euangelion steht dann auch für eine neue literarische, ureigene christliche literarische Form: Evangelium nach Markus, nach Matthäus, nach Lukas, nach Johannes.

Evangelium ist ein griechisch Wort und heißet auf deudsch gute Botschaft, gute Märe, gute Neuezeitung, gut Geschrei, davon man singet, saget und fröhlich ist. (Martin Luther in der Vorrede zum Neuen Testament 1545)

Die vier Evangelien berichten vom Leben Jesu und beschreiben seine Bedeutung und Vollmacht.

In Jesus Christus ist Gott als Mensch auf die Erde gekommen. Der Name Jesus (griechische Form vom hebräischen Jehoschua bzw. Jeschua) bedeutet: Gott ist Rettung.

Die Evangelien sind allesamt aus der Perspektive des Auferstehungsglaubens, also vom Ende her geschrieben.
Einander am nächsten stehen das Matthäus-, Markus- und Lukasevangelium, die auch als „Synoptiker„ bezeichnet werden. Synoptiker (Synopse = Zusammenschau) heißen sie deshalb, weil sie sehr viele Gemeinsamkeiten in ihren Texten haben. Dabei schöpfen Matthäus und Lukas aus dem Markusevangelium. Zudem benutzen sie eine gemeinsame, nicht erhaltene Quelle Q, eine Sammlung von Sprüchen.

Das Markusevangelium entstand um 70 n. Chr., das Matthäusevangelium zwischen 80 und 85 n.Chr., das Lukasevangelium um 90 n.Chr.

Das Johannesevangelium unterscheidet sich sowohl in seiner Sprache, Vorstellungs- und Begriffswelt als auch in seiner einheitlichen Konzeption von den anderen Evangelien. Es entstand um 100 n.Chr.


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