16.06.2005
G wie Gesang

In der Bibel gibt es an verschiedenen Stellen Lieder, die meisten jedoch sind im Buch der Psalmen gesammelt.

Das griechische Wort Psalmos bezeichnet den Spieler eines Saiteninstruments und auch das entspr. Instrument (Psalterion).
Dieses Buch ist das Gebet- und Gesangbuch des Volkes Israel. Manche Psalmen wurden zum Teil für besondere gottesdienstliche Anlässe (Wallfahrten, Einsetzung von Königen, Bußfeiern, Lob- und Dankgottesdienste usw.) gedichtet. Andere wurden von Privatleuten formuliert und dann im Tempel gebetet und schriftlich hinterlegt. So hatten auch andere Tempelbesucher die Gelegenheit, diese Gebete zu benutzen und sie für ihre persönlichen Anliegen und Bedürfnisse umzuformulieren, abzuändern und zu ergänzen. So wurden viele Psalmen zum Allgemeingut des feiernden und betenden Volkes Gottes.

 

In vielen Psalmversen werden Bedrängnisse, Ängste und Hilflosigkeit so plastisch und anschaulich beschrieben und die Bitte um Hilfe an Gott so dringlich formuliert, dass wir uns darin auch noch nach über 2000 Jahren wiederfinden und diese Worte in vergleichbaren Lebenssituationen ohne weiteres mitbeten können. In ihnen bündelt sich die Glaubenserfahrung des Volkes Gottes. Andere Psalmworte sind stark zeitgebunden und bedürfen der Erklärung.

Das Buch der Psalmen enthält 150 einzelne Lieder, die in fünf Gruppen eingeteilt werden und jeweils mit einem Lobpreis enden: 1-41; 42-72; 73-89; 90-106; 107-150.


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