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14.09.2020
Ansteckendes Glück

Glücksratgeber gibt es in Hülle und Fülle. Manche helfen mir mit einem guten Tipp, manche lassen mich kalt. Einer meiner Glücksratgeber ist ein Text aus der Bibel, der unter dem Namen Seligpreisungen bekannt ist!

Selig oder glücklich werden dort sanftmütige und friedfertige Menschen genannt, solche, die Leid tragen und für Gerechtigkeit kämpfen. Ich finde das spannend. Es erweitert und korrigiert meinen Blick auf die, die ich normalerweise als glücklich empfinde, zum Beispiel verliebte oder erfolgreiche Menschen. Die Seligpreisungen ermutigen mich, glückliche Menschen einmal woanders zu suchen.

Nehmen wir Ulrich. Er ist ein alter Freund. Er lacht gern. Von ihm geht so viel Friedfertigkeit aus, dass mir das manchmal schon verdächtig vorkommt. Ich weiß, dass seine Lebensweise ihn glücklich macht. Er und seine Frau wohnen seit 40 Jahren in einer Wohngemeinschaft, erst mit Gleichaltrigen, heute als Großeltern der ganzen Truppe. Sie verändert sich alle Jahre. Nur Ulrich und seine Frau bleiben. Jeder hat sein Zimmer. Alle zusammen teilen Küche und Gemeinschaftsraum. Es gibt wenig Besitz - dafür viele Feste, Gespräche und gemeinsame Vorhaben: alte Menschen besuchen, für Flüchtlinge kochen, Bäume pflanzen.

Noch nie habe ich meinen Freund etwas Schlechtes über Andersdenkende sagen hören. Das beeindruckt mich tief.  Und wenn ich nach einem Besuch bei ihm wieder einmal lästern möchte, lasse ich es oft. Glück und Friedfertigkeit stecken an. “Glücklich sind die Friedfertigen, denn sie werden Gottes Kinder heißen“. Einen Tag voller Frieden wünscht Gabriele Herbst aus Magdeburg.

 


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