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24.03.2017
Aprilscherze

Ich bin heute vorsichtig. Ich glaube nicht alles, was in der Zeitung steht oder was im Radio zu hören ist. Nachher war es nur erfunden. „April, April“ ruft keiner laut - aber ein bisschen belämmert fühlt man sich doch. Selbst wenn man schon fast sicher war, dass diese Nachricht wohl der Aprilscherz für dieses Jahr sein muss. In den April mag niemand gerne geschickt werden. Da fühle ich mich wie einer, dem das letzte Stück Draht fehlt. Ein bisschen Misstrauen, ein bisschen Zurückhaltung ist da durchaus angebracht.
Ich wünsche mir manchmal, dass das an den 364 anderen Tagen dieses Jahres auch so wäre. Die Bereitschaft, unsinnige Dinge zu glauben und sich damit die komplizierte Welt ein bisschen einfacher zu machen, ist so groß wie nie.
Mittlerweile können sich auch Politiker sehr großer Staaten leisten, völligen Unsinn zu behaupten. Sie nennen das dann einfach „alternative Fakten“. Und sie finden genug Anhänger, die das auch noch bejubeln. Es ist ja auch beruhigend, wenn einem so die Welt erklärt wird.
Aber das Leben ist kein dauernder Aprilscherz. Wir sind Menschen, die von Gott die Gabe bekommen haben, Gut und Böse zu unterscheiden. Und das nimmt uns niemand ab. Am 1. April kann man das üben: Kritisch sein und nicht alles glauben. Das brauchen wir im Moment sehr.

Bleiben Sie heute kritisch!
Ihre Pfarrerin Kathrin Oxen aus der Lutherstadt Wittenberg


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