Das große Aufräumen von Katthult

Unsere Lieblingsstelle ist die mit dem Spanferkel. Unter den vielen schönen Geschichten von Astrid Lindgren gefällt uns eine besonders gut. Sie spielt am 26. Dezember, als Michel aus Lönneberga das „große Aufräumen in Katthult“ veranstaltete. Einer von seinen vielen Streichen. Michel ist alleine zuhause und soll den Armen im Armenhaus zu Weihnachten einen Korb mit Essen bringen. Doch die bösartige Wärterin im Armenhaus behält alles für sich. Michel entführt deswegen die Armen und Alten mit dem großen Schlitten zu sich nach Hause. Und dort wird dann eine große Tafel mit lauter Köstlichkeiten aufgebaut. Eigentlich hatte Michels Mutter sie für ein Festessen vorbereitet. Aber die hungrigen Armen essen alle Schüsseln ratzekahl leer. Nur an das Spanferkel traut sich niemand heran. Das nehmen sie dann für eine der Alten mit, die sich nicht getraut hatte, mitzufahren. Ein schlimmer Streich. Aber selbst Michels Mutter muss später zugeben, dass Michel eigentlich etwas sehr Gutes getan hat.
Auch unsere Tische sind zu Weihnachten brechend voll. So richtig Appetit hat heute wahrscheinlich keiner mehr. Ein Armenhaus, zu dem man etwas von dem Überfluss bringen könnte, gibt es bei uns nicht. Aber abgeben kann man trotzdem etwas. Statt einem Spanferkel zum Beispiel eine Spende für die vielen Orte auf der Welt, an denen Not herrscht. Uns geht es so gut. Danke, Michel aus Lönneberga!

Einen schönen zweiten Weihnachtsfeiertag
wünscht Ihnen Pfarrerin Kathrin Oxen aus der Lutherstadt Wittenberg