13.04.2019
Mit dem Maß ...

Er weiß alles besser. Jedenfalls glaubt er das.

Nein – er ist sogar sicher.

Anfangs hielt er sich noch zurück mit seinen Äußerungen.

Aber dann nahm ihn keiner wahr. Erst als er anfing, sehr deutlich seine Meinung zu sagen, wurden die Kollegen und Nachbarn auf ihn aufmerksam. Er genoss das.

Aber dann, ganz unmerklich, wird er immer einsamer. Die Menschen wenden sich von ihm ab.

Zunächst ist er verwirrt, dann verärgert, dann immer wütender.

Am Ende ist er ganz allein. Selbst seine Arbeit verliert er. Er sei nicht mehr teamfähig, sagt sein Chef und gibt ihm die Papiere.

Ob er mit seiner Meinung Recht hat oder nicht, ist am Ende gar nicht wichtig. Das lernt er, als er allein zuhause sitzt.

Er hat einen Grundsatz missachtet, den die Bibel kennt: Mit dem Maß, mit dem ihr messt, sollt ihr gemessen werden.

Mit seiner Besserwisserei ist er nicht nur den Menschen in seiner Umgebung auf die Nerven gegangen; er hat sich selbst ins Abseits gestellt.

Er wurde mit dem Maß gemessen, mit der er selbst misst.

Was würde es für die Menschen bedeuten, die alles und jede im Netz kritisieren und nicht selten mit Schmutz bewerfen, wenn sie in gleicher Weise behandelt würden?

Als Christ wünschte ich, die Klarheit der Bibel würde von mehr Menschen befolgt. Es würde die Welt spürbar besser machen.

Mit der Hoffnung darauf grüßt aus Dessau

Joachim Liebig 


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