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16.03.2019
Seele aufräumen

Einen guten Morgen an diesem Sonnabend.

Es gibt Tage, die sind einfach dafür da.

Die Sonne scheint. Die Luft ist klar.

Es ist nicht zu kalt und nicht zu warm.

Und im Kalender keine dringenden Termine.

Gardinen abnehmen, in die Waschmaschine.

Fenster putzen, Gardinen aufhängen,

eine Schluck Kaffee trinken und überlegen:

Wo mach ich weiter?

Und ich sehe viel klarer:

Wie der Winter doch seine Spuren hinterlassen hat.

Den ganzen Tag will ich nicht putzen.

Also nehme ich mir soviel vor, wie ich bis zum Mittag schaffe.

Wie beschwingt arbeite ich.

Mir macht es Freude, sauber zu machen,

sonst mache ich das gar nicht so gern.

Zum Mittag höre ich auf.

Den ganzen Tag putzen, dazu ist das Wetter zu schön.

Ich will noch raus.

Frühlingluft atmen.

Die Seele aufräumen.

Beim Laufen merke ich, wie ich zur Ruhe komme.

Der Fluss neben mir fließt schneller, als ich laufe.

Ich höre die Vögel, atme den Frühling.

Spüre das Leben und ein wenig meine Knochen.

Und höre in mich hinein:

Ich bin dankbar für den Tag.

Ich bin dankbar für mein Leben.

Den Haufen Arbeit die Woche über,

die Sorgen über so vieles,

die schwierigen Nachrichten jeden Tag,

alles habe ich mal hinter mir gelassen.

Es gibt neben allen Sorgen, Mühen und Ärger in unserem Alltag

so viel schönes, wir müssen ihm nur Raum geben.

Und uns selbst die Zeit schenken,

es zu entdecken.

Sie müssen ja nicht gleich Frühjahrsputz machen.

Aber machen sie sich doch auf und suchen nach dem,

was heute ihrer Seele gut tut.

Einen erfüllten Samstag wünscht

Pfarrerin Renate Höppner aus Magdeburg


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