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16.03.2018
Brücke ins Leben

„Der Sport war meine Brücke ins Leben!“ Diesen Satz habe ich von einer körperbehindertern Sportlerin gehört. Wie ist das denn, wenn Du als junger Mensch zum Beispiel durch einen Unfall ein Bein verlierst oder querschnittsgelähmt wirst? Da tun sich doch erstmal Abgründe auf! Du bist auf Hilfe angewiesen, musst vielleicht deine Zukunftspläne begraben und erntest obendrein mitleidige Blicke.  Leben futsch – Ende Gelände! Oder?

Für manche wird der Sport zu einer Chance. Oder eben zu einer Brücke. Wieder einen Sinn zu sehen, neues Selbstbewusstsein zu finden: „Ich hab`s geschafft!“ „Ich hab mich nicht unterkriegen lassen!“

Und dann ziehst du bei Olympia mit ins Stadion ein oder stehst gar auf dem Treppchen, erreichst eine olympische Medaille! Mit Herzklopfen verfolge ich die derzeitigen Paralympics in Pyeongchang. Manchmal kann ich gar nicht hingucken, wenn eine Anna Schaffelhuber mit ihrem Monoski den Abfahrtshang runterrast. Das ist Gänsehaut pur! Da schaut keiner mitleidig.

Das können die Athleten auch nicht gebrauchen. Sie freuen sich über Anerkennung und Daumendrücken wie alle Sportlerinnen und Sportler.

Doch, auch wenn es nicht für Olympia reicht, jeder einzelne Mensch, der sich trotz eines Handicaps nicht unterkriegen lässt, hat meinen großen Respekt.

Einen guten Tag wünscht Cornelia Biesecke aus Eisenach.


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