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04.09.2023
Klimaschutz und Klimaschuld

Was ist bloß los? Teneriffa, Rhodos, Kanada – Waldbrände wie nie zuvor. Überschwemmungen in Slowenien und in Indien. Kaum eine Nachrichtensendung ohne Katastrophe, kaum eine ohne das Wort, das uns bis ans Ende unserer Tage begleiten wird: Klimakrise.

Die UNO mahnt: Es muss sofort, es muss energisch, es muss gehandelt werden. Keine Regierung macht genug. Auch unsere nicht. Aber versucht die Regierung sich am Klimaschutz, schreien wir gleich Zeter und Mordio. Obwohl uns wohl nicht mehr Klimaschutz umbringen wird, sondern eher weniger.

In der Bibel wird erzählt, wie Jesus einer Meute, die eine Frau wegen Ehebruchs steinigen will, einen Satz entgegenschleudert: Wer frei von Sünde ist, werfe den ersten Stein. Da lassen sie die Frau in Ruhe.

An der Klimakrise sind wir alle beteiligt, jedenfalls in den reichen Ländern. Bei allem Wirtschaften wurde geschaut, dass sich unser Wohlstand mehrt, aber weggeschaut, was das für Folgen hat – für die gesamte Schöpfung. Das rächt sich jetzt.

Die Regierung, alle Regierungen dieser Erde, sollen retten, was zu retten ist. Aber wenn ihr jedesmal, wenn sie sich endlich aufmacht, eine Meute mit Steinen entgegenkommt, wird das nichts. Ich will damit nicht sagen, dass wir alles gut heißen sollten, was die Regierung unternimmt. Ein Heizungsgesetz zu machen ohne mal mit den Bürgern zu reden, das kommt mir nicht gerade klug vor. Aber das ist kein Grund, jeden Vorschlag in Sachen Klimaschutz gleich zu steinigen. Wer frei von Sünde ist, werfe den ersten Stein.

Einen guten Tag wünscht Ralf-Uwe Beck, evangelisch und aus Eisenach.


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