11.09.2009
Taufe

Für Luther ist die Taufe ein sichtbares und fühlbares Zeichen, mit dem Gott dem Menschen die Gabe des Evangeliums nahe bringt und das im Glauben empfangen werden will. Die Zusage Christi, die mit der Taufe verbunden ist („Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden“ Markus 16,16), gilt ein Leben lang. Die Taufe bestimmt aber auch das ganze Leben des Christen. Zum einen verbindet sie ihn mit Christus, der ihm Vergebung schenkt. Zum anderen aber bestimmt sie seine Lebensführung, jeden Tag (nach Römer 6) „mit Christus zu sterben und aufzustehen“ – also täglich den alten Adam in sich zu töten und als erneuerter Mensch zu leben. Das nennt Luther die „tägliche Taufe“. So finden wir auch hier die beiden Aspekte der Lehre von der Rechtfertigung: Mit ihrem Vollzug macht die Taufe den Getauften ganz gerecht. In der Folge hält sie ihn an, sich täglich zu bessern, bis, am Jüngsten Tag, der alte Adam ganz untergegangen sein wird (simul iustus et peccator).


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