Ökumenetag am 14. März 2020 "Glaube eint - Praxis trennt? Zum christlichen Menschenbild"

Gespräche zwischen den verschiedenen Kirchen und Gemeindebünden beschäftigten sich bisher meist mit Fragen des Glaubens und haben teilweise erhebliche Übereinstimmungen zu Tage gebracht. Das 20-jährige Jubiläum der Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre hat auf eindrückliche Weise daran erinnert.

Umso mehr schmerzt es, dass sich die Kirchen bei der Frage, wie Christen gut leben und gerecht handeln können, zunehmend voneinander zu entfernen scheinen.

Biblische Überlieferung und christliche Lehre geben nicht unmittelbar Antworten auf die ethischen Herausforderungen unserer Zeit. In der christlichen Tradition spielt das Gewissen des Einzelnen eine wichtige Rolle. Allerdings gibt auch das Gewissen nicht immer eindeutige Hinweise und funktioniert nicht grundsätzlich irrtumsfrei.

Zum Ökumenetag 2020 ist es gelungen, mit Pfarrer Martin Bräuer D.D. eine Referenten zu gewinnen, der sich auf das Thema Ökumene spezialisiert hat und in seinem Vortrag fragen wird, ob es ein christliches Menschenbild gibt, das alle Kirchen teilen. Außerdem wird er darlegen, wie man von grundlegenden Überlegungen zum Menschenbild zu ethischen Entscheidungen kommen kann.

Vier Arbeitsgruppen bieten die Möglichkeit, an jeweils einer umstrittenen Fragestellung diese Verbindungen zu diskutieren.

Zur Mittagszeit wird im Rahmen des Ökumenetages auch der Werner-Krusche-Hochschulpreis für zwei Studienarbeiten zu ökumenischen Fragestellungen vergeben.

Lassen Sie sich einladen, am 14. März 2020 nach Halle zu kommen und mit Christen aus verschiedenen Kirchen und Gemeindebünden gemeinsam einige Schritte auf dem Weg zur Einheit der Christen zurückzulegen.

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Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland ist verbunden mit den anderen christlichen Konfessionen, die in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Thüringen und Sachsen-Anhalt und in lokalen Initiativen zusammenarbeiten.

Besonders eng ist die Zusammenarbeit mit den Bistümern Magdeburg und Erfurt.

Über das Leipziger Missionswerk, das Gustav-Adolf-Werk und die Mitgliedschaft in europäischen und weltweiten kirchlichen Zusammenschlüssen

pflegt die EKM Kontakte zu Kirchen und Christen in aller Welt.

Außerdem unterhält die EKM Direktpartnerschaften zu Kirchen in verschiedenen Ländern, die vom Referat für Partnerschaft und Ökumenisches Lernen im Lothar-Kreyssig-Ökumenezentrum gepflegt werden.

Die Arbeitsgemeinschaft Konfessionen – Religionen – Weltanschauungen fördert evangelische Identität im konfessionellen, religiösen und weltanschaulichen Pluralismus durch theologische, konfessions- und religionskundliche Arbeit, durch Gespräch, Bildung und Beratung.

Für Beratungen in Weltanschauungsfragen stehen Weltanschauungsbeauftragte zur Verfügung: Sören Brenner | Hans Michael Buchholz | Dr. Andreas Fincke | Dr. Bodo Seidel, Dr. Ariane Schneider

Regelmäßige Studientage nehmen aktuelle ökumenische Entwicklungen, die Ergebnisse ökumenischer Dialoge und Fragestellungen, die sich aus dem Miteinander verschiedener Konfessionen, Religionen und Weltanschauungen ergeben, auf.

Der Werner-Krusche-Hochschulpreis fördert junge Theologinnen und Theologen, Religionspädagogen und -pädagoginnen, die sich mit Fragen nach Identität, Begegnung und Dialog beschäftigen, und gibt ihnen die Möglichkeit, ihre Erkenntnisse auch einer kirchlichen Öffentlichkeit mitzuteilen.

Aus Mitteln der Kollekte „Ökumenische Arbeit in der EKM“ werden Projekte und Maßnahme aller Ebenen der Landeskirche unterstützt, die der Förderung der ökumenischen Gemeinschaft, dem ökumenischen Dialog und dem ökumenischen Lernen dienen.


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