PM 73 | 14.06.2005
Pilgerweg Vacha Goerlitz soll bis in die Ukraine erweitert werden

Pilgerweg Vacha-Görlitz soll bis in die Ukraine erweitert werden
Projektstelle im Evangelischen Stift Reinhardsbrunn beginnt Arbeit
„Partnerschaften begehbar machen“

Der 2003 eröffnete ökumenische Pilgerweg zwischen Vacha und Görlitz soll im kommenden Jahr soweit wie möglich in Richtung Kijev erschlossen werden. Dieser Aufgabe widmet sich eine am 18. August startende Projektstelle im Klosterpark und Stift Reinhardsbrunn. Auch die Verlängerung des Pilgerweges bis in die Ukraine soll wie der bereits ausgewiesene Abschnitt der alten Handelsstraße Via Regia folgen. Sie war einst die wichtigste europäische Verkehrsverbindung zwischen Frankfurt am Main, Erfurt, Görlitz, dem heutigen Wroclaw, bis nach Lviv und Kijev. Der Pilgerweg zwischen Vacha und Kijev wird rund 1.700 Kilometer lang sein. Der bisherige Pilgerweg zwischen Vacha und Görlitz misst 450 Kilometer.

Aufgabe des mit einer geförderten Arbeitsstelle besetzten Projektes ist es, die Wegstrecke ausfindig zu machen und zu markieren. Dabei sollen Feld- und Waldwege bevorzugt werden. Zudem sollen preiswerte Quartiere im Abstand einer Tagesreise von 20-30 Kilometern für die Pilger erschlossen und in einem Pilgerhandbuch publiziert werden. Das Projekt ist nicht allein von Thüringen aus bewältigbar. Deshalb soll noch in diesem Jahr ein Netzwerk interessierter Initiativen in Polen und der Ukraine aufgebaut werden.

„Angesichts der EU-Osterweiterung ist die Verlängerung des Pilgerweges weiter nach Osten nur konsequent. Wenn die Menschen in Europa sich als Pilger auf den alten Wegen begegnen, wird das ein zusammenwachsendes Europa befördern“, hofft Pfarrer Christfried Boelter, Leiter des Stiftes Reinhardsbrunn. So solle der zukünftige Pilgerweg auch die Partnerschaft zwischen Thüringen und der Region Malapolska mit seiner Hauptstadt Kraków begehbar machen.

Die Tradition des Pilgerns auf der Via Regia reicht bis ins Mittelalter zurück. Auf dem christlichen Fernwanderweg sind Christen auf der Via Regia von Kijev aus bis ins nordspanische Santiago de Compostela an das Grab Jakobus des Älteren, einer der zwölf Jünger Jesu, gepilgert. Ihr Zeichen war die Handteller große Jakobsmuschel von der Küste Galiciens. Die am Mantel oder Hut zu tragende Muschel war der „Pilgerausweis“ für den Einlass in die Herbergen. Sie diente zudem als Trinkgefäß. Heute wird mit der gelben Muschel auf blauem Grund der Pilgerweg ausgewiesen.

Der ökum. Pilgerweg im Internet: www.oekumenischer-pilgerweg.de

Bei Rückfragen:
Christfried Boelter, 0172-3719088 oder 03623-303096


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