PM 028 | 06.03.2019
Start der „Petition Tempolimit 130“ am Aschermittwoch

Ziel: 50.000 Unterschriften in vier Wochen für eine Anhörung im Bundestag

Mit dem heutigen Aschermittwoch ist nicht alles vorbei, manches beginnt auch: Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM)startet heute für eine Öffentliche Petition beim Deutschen Bundestagdie Unterschriftensammlung für ein generelles Tempolimit von 130 km/h auf Autobahnen. In den kommenden vier Wochen müssen 50.000 Unterschriften zusammenkommen, um eine Anhörung vor dem Petitionsausschuss zu erreichen. Die Petition ist auf der Internetseite des Deutschen Bundestages veröffentlicht und kann ab sofort unterzeichnet werden. Weitere Informationen unter: www.ekmd.de/tempolimit

„Der Dürre-Sommer hat auch die Frage nach uns und unserem Lebensstil aufgeworfen. Wir haben den Garten, in dem wir leben, nicht selbst gepflanzt – wir haben ihn zu bewahren. Dazu gehört, den eigenen Lebensstil zu überdenken. Dazu gehört aber auch, nach einer konsequenteren Politik des Umwelt- und Klimaschutzes zu verlangen“, sagt Oberkirchenrat Christian Fuhrmann, Gemeindedezernent der EKM. Er hat die Petition beim Bundestag eingereicht. „Das bedeutet für Christen, an die zu denken, die von den Folgen der Erderwärmung betroffen sind. Hier geht es um Nächstenliebe“, betont er. Als Beispiel nennt Fuhrmann die Partnerkirche der EKM in Tansania. „Hier sind die Auswirkungen schon länger zu spüren – und haben fatale Folgen für die Existenz der Menschen“, erklärt der Gemeindedezernent. 

Fuhrmann verweist außerdem darauf, dass es zwar vorrangig, aber nicht nur um die Folgen der Erderwärmung geht. „Durch ein Tempolimit werden das Lärmaufkommen und der Reifenabrieb gemindert. Zudem sorgt es für einen gleichmäßigeren Verkehrsfluss, so dass weniger Staus entstehen, es können Kosten beim Bau von Autobahnen und für deren Unterhalt gespart werden“, erklärt Fuhrmann. Nicht zuletzt werde die Verkehrssicherheit erhöht; nachweislich sinke mit einem Tempolimit die Zahl der Unfälle und der Verkehrstoten deutlich. „Entschleunigung bringt einen Zugewinn an Lebensqualität. Der Stress auf deutschen Autobahnen macht insbesondere älteren Menschen Angst. Auch diese Aspekte gehören in die Diskussion“, so Fuhrmann.

RÜCKFRAGEN

Ralf-Uwe Beck, 0172-7962982


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