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03.02.2017
Beten und arbeiten

In diesem Jahr wollen wir am 28. Mai auf den Elbwiesen vor Wittenberg einen großen Festgottesdienst zum Reformationsjubiläum feiern. 200 000 Menschen sollen kommen. Die Bahn sperrt die Strecke Berlin-Leipzig und fährt im Zehn-Minuten-Takt die Menschen nach Wittenberg – der ICE wird zur Straßenbahn. Auch mit Bussen und Autos aus allen Himmelsrichtungen sollen die Menschen nach Wittenberg kommen. Auch an die Toiletten, die Einlasskontrollen und die Mülleimer muss gedacht werden.
Und viele fragen jetzt: Was macht ihr eigentlich, wenn es ein Elbehochwasser gibt?
Dann sind nämlich die Elbwiesen überschwemmt. Die Antwort ist ehrlich und kurz: Dann müssen wir es absagen. Dann haben wir jahrelang umsonst gearbeitet. Aber wir beten dafür, dass es klappt.
Manche finden das verrückt. Ich finde, das ist echtes Vertrauen zu Gott. „Man muss arbeiten, als ob alles Beten nichts nützt. Und man muss beten, als ob alles Arbeiten nichts nützt.“ Martin Luther selbst soll das gesagt haben.
Die Frauen und Männer, die fast 200 jugendlichen Freiwilligen und die vielen Ehrenamtlichen, die jetzt alle diesen Gottesdienst vorbereiten, halten sich daran. Ich wünsche ihnen viel Kraft, auch wenn es mal schwierig wird. Und ich bete dafür.

Vertrauen wünscht Ihnen
Ihre Pfarrerin Kathrin Oxen aus der Lutherstadt Wittenberg


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