08.06.2019
Der Geist Gottes bewegt

Morgen ist Pfingsten. Der Geburtstag der Kirche. Jugendliche machen sich auf den Weg. Sie werden konfirmiert und die Kirchen dazu mit viel Grün geschmückt.

Das erste Pfingstfest kam überraschend vor 2.000 Jahren, erzählt die Bibel:

Die Jünger sitzen verzagt hinter dicken Mauern in Jerusalem. Da kommt der Geist Gottes über sie. Er holt sie aus dem Sessel, lässt sie aufbrechen und mutig sein. Auch wenn sie eben noch ängstlich waren, jetzt gehen die Jünger hinaus auf die Straße. Sie reden von Gott, von dem, was ihnen Mut macht. Und sie werden verstanden, bringen mit ihrer Begeisterung andere auf den Weg. Menschen lassen sich taufen. Die Kirche wird geboren.

Und doch ist Pfingsten mehr als nur eine Geburtstagsparty. Gerade in diesem Jahr spüre ich die Sehnsucht besonders stark nach einem Geist, der Menschen bewegt, aufeinander zuzugehen und miteinander zu sprechen. Der sie herauslockt aus ihren abgeschlossenen Kreisen und Brücken baut zwischen denen, die sich bis dahin nichts zu sagen hatten. So kann Leben in scheinbar tote Gemäuer einziehen. Wo Menschen mit dem Rücken zueinanderstehen, können sie sich umdrehen und Kontakt aufnehmen. Verstehen wird möglich durch den Geist, der Pfingsten unterwegs ist. Und die Melodie des Neuanfangs findet ihren Weg bis in mein Ohr.

 

Ein gesegnetes Pfingstwochenende wünscht Ihnen Hans-Jürgen Kant aus Halle.


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