29.09.2019
Eine lebenserhaltende Maßnahme

Ob er gestern tüchtig gefeiert hat? Seinen 32. Geburtstag? Na bestimmt. Mit seiner Frau Sarah Elena, die er vor 3 Jahren in seiner Heimatkirche geheiratet hat. Und vielleicht mit ein paar Schauspielerfreunden, denn er arbeitet am Theater und auch beim Film.

Ich würde ihn ja gern mal fragen:

Samuel, hilft Gott in der Not? So viele Menschen haben dein Unglück damals live am Bildschirm miterlebt: „Wetten, dass er es schafft mit Sprungfedern an den Füßen über fünf fahrende Autos zu springen?“

Er hat es nicht geschafft. Beim 4. Auto ist er gestürzt und nicht wieder aufgestanden. Nie wieder. Samuel Koch ist seit fast 9 Jahren vom Hals an gelähmt.

Samuel - ist ein alter Name. Er bedeutet: von Gott erbeten. Vermutlich, weil die Mutter des biblischen Samuel lange vergeblich auf ein Kind warten musste. Dann ist es endlich da. Das Kind. Von Gott erbeten! Was für eine Freude für die Eltern!

Wenn man so dramatisch wie Samuel Koch verunglückt, kann man jeden Glauben verlieren.

Aber ich staune. Obwohl Samuel so etwas Schlimmes erlebt hat, sagt er ganz fromm: „Mein Glaube ist eine lebenserhaltende Maßnahme.“ Der Glaube hat ihm geholfen, sich ins Leben zurück zu kämpfen.

Ich bin mir sicher, man darf Gott vehement daran erinnern: „Du Gott, du hast mir das Leben geschenkt. Dann sei bitte auch jetzt für mich da. Jetzt wo ich dich so sehr brauche!“

Samuel, dir und allen die es sich von Gott erbitten, wünsche ich seinen Segen.

Peter Herrfurth, Landesjugendpfarrer in Magdeburg


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