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27.10.2020
Geschichten

Wenn mein Vater sich in meiner Kindheit am Sonntagnachmittag mit mir auf dieCouch legte, dann folgte ein Ritual: Papa, erzähl ́ mir eine Geschichte.Und dann nahm mich mein Vater mit in seine eigene Kinderwelt, und ich hörte vonPrinz, seinem Hund, der mal vom Fuchs gebissen wurde. Oder von seinemKaninchen, dem er mit einem Gummi die Ohren am Gesicht festband, weil er so gern eins mit Schlappohren haben wollte.Oder die erfundenen Geschichtenvon Mariechen, die sich im Wald verlaufen hat,und von der es dann immer hieß„da hat das Mädchen sooo geweint“. Das hat mir am meisten gefallen. Undauch Tusnelda gehört dazu, meine angebliche Halbschwester, die in Konakry in Afrika lebt und schwarz-weiß gestreift sei. Ich habe darüber immer gelacht und habe das nicht wirklich geglaubt. Nur als ich später Konakry im Atlas entdeckte, kamich kurz ins Stocken.Das alles fiel mir ein, als ich vom heutigen Nationalen Erzähl-eine-Geschichte-Tag in Großbritannien hörte. Eine tolle Erfindung, sich gegenseitig Geschichten zu erzählen, eigene, gehörte oder erfundene. Geschichten, die anders als die von Verschwörungstheorien niemandem etwas Schlechtes andichten, sondern unterhaltsam sind und etwas erzählen. Von mir selbst, vom Leben.Erzählen– das geht beim Kaffee, am Telefon oder per Mail und funktioniert auch jetzt trotz aller Beschränkungen.Phantasievolle Geschichten wünscht Ihnen heute Pfarrerin Christina Lang, Ev. Kirchengemeinde Naumburg


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