Hoffnung für Korea

Heute erlischt das Feuer. Die Olympische Winterspiele in Koreagehen zu Ende.  Es gab bewegende Bilder. Glückliche Sieger, traurige Verlierer, faire Wettkämpfe, manche Frage und Eine koreanische Mannschaft – vielleicht ist  das der Beginn neuer Gemeinsamkeit auf der koreanischen Halbinsel.

Ich war vor 23 Jahren in Südkorea an der Grenze in Panmunjom. Schon damals war der Wunsch groß nach Verständigung und Wiedervereinigung. Ob dieses Niemandsland bei Panmunjom später einmal so belebt ist, wie der Potsdamer Platz in Berlin jetzt? Die Kinder von heute können sich das geteilte Berlin nicht mehr vorstellen. Das ist gut.

Ich habe die Wiedervereinigung erlebt. Ich bin sehr dankbar dafür. Eswar anders 1989. Die Älteren erinnern sich noch. Die vielen Betriebe, die sofort geschlossen wurden, das andere Bildungssystem, die verschiedenen Berufsabschlüsse, die fehlende Wirtschaftskraft. Nach 25 Jahren - wir haben viel geschafft, nicht alles perfekt, aber ziemlich gut.

Und die Südkoreaner, die haben sich schon so vielen Herausforderungen gestellt. Die wirtschaftliche Entwicklung, die in Europa 150 Jahredauerte, hat Südkorea in 50 Jahren geschafft. Das ist eine tolle Leistung.

Ich wünsche den Koreanern sehr, dass die Olympiade sie ein Stück näher zusammengebracht hat.

Ich stelle mir vor, dass Panmunjomwieder ein Ort voller Leben mitten in Korea ist - und kein gespenstischer Grenzort mehr.

Noch trennen hohe Mauern das Land. Aber vielleicht ist sie in den letzten Tagen ein klein wenig niedriger geworden.

Einen lebendigen Sonntag mit schönen Bildern von den Olympischen Winterspielen wünscht Ihnen Pfarrerin Renate Höppner