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27.08.2020
Kindergeld in Aktien

Die Empörung ist dem Mann ins Gesicht geschrieben. Selbst im Fernsehen ist das erkennbar.

Und dann folgt der Satz, der in Erinnerung bleibt:

„Ich habe das Kindergeld meiner Kinder in die Aktien dieser Firma gesteckt und nun das … alles weg.“

So kann Gier heute aussehen.

Ich bin sicher, dieser Vater war stolz auf seine Idee, Kindergeld zu investieren. Vermutlich hat er damit sogar geprahlt.

Kindergeld ist nicht für Aktienspekulationen gedacht.

Am Ende ist es nicht Klugheit, sondern Gier nach Gewinn und Lust am Risiko, das diesen Vater offensichtlich bestimmt.

Die Empörung in seinem Gesicht ist unverständlich.

Sie zeigt, wie normal für ihn das alles ist.

Gier ist in der Bibel einer von vielen Gründen, sein Leben vollständig zu verpassen.

Wer gierig ist, vergisst darüber die wirklich wichtigen Themen.

… und am Ende Gott.

Ich weiß über den Mann im Fernsehen nicht mehr als diesen Satz und seine Empörung.

Was er denkt und glaubt, werde ich nie erfahren.

Es rührt mich aber sehr unangenehm an, wenn Gier so offensichtlich und unwidersprochen verbreitet wird.

Wenn es als schlau gilt, sogar mit Kindergeld zu spekulieren, läuft etwas ganz falsch.

Gierige Menschen schaden zunächst sich selbst und meistens auch anderen.

Damit will ich nichts zu tun haben. Ich will mein Leben nicht verpassen.

Auch empört grüßt aus Dessau

Joachim Liebig


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