01.09.2019
Kriegsbeginn

Fabian von Schlabrendorff war ein wirklich mutiger Mann. Der in Halle an der Saale geborene Jurist fuhr im Sommer 1939 noch vor dem Kriegsausbruch nach England. Hier traf er sich mit dem Premier Winston Churchill, um ihn vor den deutschen Kriegsplänen zu warnen und ihn in die Pläne des Widerstands einzubinden. Leider erfolglos.

Jahre später, am 13. März 1943 unternimmt er ein Attentat auf Hitler. Er deponiert zwei mit Sprengstoff gefüllte Cognac-Flaschen in einem Flugzeug Hitlers. Doch es kommt nicht zur Explosion. Die Zünder versagen. Doch Schlabrendorff gibt nicht auf. Er schließt sich dem Kreis um Oberst Stauffenberg an. Am Ende landet er im Zuchthaus, entkommt aber einer Hinrichtung.

Der aus Halle stammende Christ wurde später Bundesverfassungsrichter. Er setzte sich erfolgreich dafür ein, dass das Recht auf Widerstand ins Grundgesetz aufgenommen wurde. Befehle dürfen verweigert werden, wenn sie sich gegen die Menschlichkeit richten. Staatliche Entscheidungen dürfen hinterfragt werden!

Heute vor 80 Jahren begann der II. Weltkrieg. Schlabrendorff zeigt: Ich kann Nein sagen. Auch wenn ich nicht immer Erfolg damit habe. Trotzdem gilt es zu widerstehen, wenn es um die Menschenrechte geht.

Ich bin dankbar für die lange Zeit des Friedens, die wir hier in Mitteleuropa haben und will weiter um ihn beten.

Meint Hans-Jürgen Kant von der Evangelischen Kirche in Halle.


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